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BA-Sitzung am 3. März

BA-Sitzung am 3. MärzDer Bezirksausschuss Laim (BA25) tagt einmal im Monat im Alten- und Servicezentrum Laim, Kiem-Pauli-Weg 22. Die Sitzung beginnt 19:30 und ist öffentlich. Zu Beginn jeder Sitzung können die Laimer Bürgerinnen und Bürger ihre Anregungen und Probleme vorbringen und Anfragen oder Anträge stellen.

Am 3. März werden wieder Vorschläge und Eingaben Laimer Bürger thematisiert sowie Entscheidungsfälle in Laim besprochen. Wie immer stehen viele Themen auf der Agenda, die den... ...

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In Loam bin i dahoam: Laim ist ein Stadtteil von München und LAIM-online ist Stadtteilinformation pur - schnell, einfach und für Menschen gemacht, die im Münchner Westen leben, arbeiten oder zu Gast sind.

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[Anzeige] Öffentliches Kursangebot im EZETTHERA , dem Europäischen Zentrum für Tanztherapie

Öffentliches Kursangebot im EZETTHERA , dem Europäischen Zentrum für TanztherapieDas 1986 von Susanne Bender gegründete "Europäische Zentrum für Tanztherapie" ist europaweit eine der wichtigsten Institutionen und eine feste Größe in dieser Fachdisziplin. Der frei improvisierte Tanz ist der Kernbestandteil der Therapie, dient Ausdruck und Kommunikation und kann maßgeblich dazu beitragen, Konflikte, Gefühle und Beziehungen zu verstehen und zu verarbeiten.

Im EZETHERA, dem Europäischen Zentrum für Tanztherapie in der Geyersperger Straße 25 gibt es ein umfangreiches Kurs- und Therapieangebot, viele der Veranstaltungen stehen nicht nur Therapeuten zur Verfügung, sondern sind öffentlich zugänglich.

Ruf des Körpers
(Jeweils Montags, vom 2. bis zum 30. März, Leitung: Callie Arnold)

Tanztherapiegruppe: Einfach mal sein
(Jeweils Dienstag, vom 21. April bis zum 19. Mai, Leitung: Lucia Weber)

Wenn Sie Spaß an kreativer Bewegung haben, neue Facetten des Tanzens erfahren und entwickeln wollen oder die Lust auf Tanz und Bewegung einfach wiederentdecken möchten - dann sind Sie im EZETTHERA richtig. Und auch für Kinder gibt es im Europäischen Zentrum für Tanztherapie ein umfangreiches Angebot für kreative Bewegung und Tanz. Auf der Homepage des Zentrums für Tanztherapie gibt es weitere Informationen.

EZETTHERA - Europäisches Zentrum für Tanztherapie
Geyerspergerstraße 25
D-80689 München

Tel: +49 (0)89 54662431
Fax: +49 (0)89 54662432
Email: info@tanztherapie-zentrum.eu

SPD-Empfang im Laimers

SPD-Empfang im LaimersDie SPD im Münchner Westen hatte zum Jahresempfang ins "Laimers" geladen. Christian Müller und Verena Dietl (beide Stimmkreis München-West) begrüßten als Doppelspitze der Stadtratsfraktion im Münchner Rathaus die vielen Gäste aus Politik, Kultur, Vereinen, Ehrenamt und Geschäftsleben, die zum Lokal an der Agricolastraße gekommen waren.

Auf Plakaten war Oberbürgermeister Dieter Reiter als Redner angekündigt. Er habe die Einladung gerne angenommen, antwortete er und gab stichpunktartig einen Überblick, über das, was er erfährt, wenn er sich in der Stadt bewegt und mit den Leuten redet.

Immer wieder fällt ihm dabei das Engagement der vielen Ehrenamtlichen auf. Nicht nur das der Freiwilligen Feuerwehr und der Schulweghelfer, sondern auch der Bereiche, die nicht sofort ins Auge fallen, z.B. in Funktionen für Vereine, Organisationen, Kirchen oder in Bezirksausschüssen. Ohne die selbstlose Unterstützung der vielen hier Ungenannten hätte München nicht dieses einmalige Klima des Miteinanders. Dafür möchte er "herzlich Dankeschön sagen" und sprach von der Idee, eine "Ehrenamtskarte" für diesen Personenkreis einzuführen, denn die hätten es verdient. Ein Gespräch mit dem Ministerpräsidenten dazu habe schon stattgefunden.

Probleme mit dem Verkehr sind ein Dauerthema. Während der frühere OB Hans-Jochen Vogel zu seiner Zeit noch für jede U-Bahn, jede große Straßenbaustelle oder z.B. den Baubeginn für das Olympiagelände gefeiert worden ist, könne man als OB heute schon froh sein, dafür nicht geschimpft zu kriegen.
Vielfach wird bezahlbarer Wohnraum gefordert, doch der Platz dafür ist knapp geworden. Wo soll, wo kann gebaut werden? Doch bitte nicht bei uns! Eine umgesetzte Idee war die Überbauung des Parkplatzes am Dantebad mit dem sog. „Stelzenhaus“. Weitere Vorschläge für Orte sind erwünscht!
Während man sich früher geschämt hätte, gegen den Bau einer Kita zu klagen, habe man heute weniger Bedenken. Das sind Anzeichen von gesellschaftlichen Veränderungen. Beim Ehrenamt funktioniere es aber noch, auch an andere zu denken.

Erfreulich, dass sich im letzten Jahr ein Geburtenüberschuss von über 17.000 Kindern ergeben hat. Doch für die Einführung der gebührenfreien Kita gab es nicht nur Lob! „Man hätte das Geld auch für was anderes ausgeben können“ war ein Einwand. Doch schließlich sollten Familien entlastet werden. Und damit sich Beschäftigte München noch leisten können, wurde im Alleingang auch die Ballungsraumzulage für den städtischen Bereich (z.B. bei Stadtwerken, Tram u. Busfahrer, Müllwerker, Straßenreinigung, Bäder, Krankenhäuser u. Pflege erhöht. Auch die Polizei in München leistet gute Arbeit und ihre Frauen und Männer hätten es auch verdient, aber für sie ist der Freistaat zuständig.
Um für ältere Menschen Angebote für Kontakt und Hilfe vorzuhalten, gibt es seit langem nur in München und bundesweit einmalig 32 Alten- und Service Zentren (ASZ) mit einem vielfältigem Angebot und für jedermann zugänglich.

Nach der Rede des Oberbürgermeisters mussten die Gäste enger zusammenrücken, um Raum für den Auftritt des Prinzenpaars mit Garde und Männerballett des Faschingsclub Laim (sehenswert) zu schaffen. Bei Speis und Trank war anschließend Gelegenheit, interessante Leute kennenzulernen.

Text: W.Brandl
Foto: Oberbürgermeister Dieter Reiter bei seinem Grußwort. Die Laimer GenossInnen hatte ihre Traditionsfahne mitgebracht. (© Th. Witzgall)

Enter! Digital. Für alle - Programmwoche der Münchner Stadtbibliothek

Enter! Digital. Für alle - Programmwoche der Münchner StadtbibliothekSmartphones, eBooks, Online-Lexika – längst prägen die digitalen Medien unsere Kommunikation und unseren Alltag. Deshalb veranstaltet die Münchner Stadtbibliothek auch in diesem Jahr Anfang März eine Programmwoche, in der sich alles um unsere digitalen Angebote dreht. Die Reihe ENTER!

Die Münchner Stadtbibliothek lädt ein zum neugierigen Blick auf die Gegenwart und die Zukunft der digitalen Gesellschaft. Das Programm richtet sich sowohl an digitale Neulinge als auch an Fortgeschrittene, an Kinder wie Erwachsene. Machen Sie mit, reden Sie mit, erobern Sie mit uns das Netz!

Veranstaltungen in der Stadtbibliothek Laim:

Mittwoch 4.3. 16 – 18 Uhr
Digitale Sprechstunde

Wie und auf welchem Gerät nutze ich eine digitale Zeitschrift? Warum lässt sich das ausgeliehene eBook nicht öffnen? Was sollte ich bei der Ausleihe von eBooks und anderen digitalen Medien beachten?

Im Mittelpunkt dieses Formats steht die individuelle Beratung rund um die digitalen Angebote der Münchner Stadtbibliothek. Gerne kann das eigenes Gerät mitgebracht werden.

Freitag 6.3. 17 – 18.30 Uhr
Ein Ausweis für Alle(s)

Vielen Kundinnen und Kunden der Münchner Stadtbibliothek wissen nicht, dass sie mit ihrem Bibliotheksausweis neben der Medienausleihe auch viele digitale Angebote der Münchner Stadtbibliothek nutzen können.
Sie haben auch kostenlos Zugang zu eBooks und anderen eMedien, dem Zeitungs- und Zeitschriftenportal Press Reader, unterschiedlichen Datenbanken, dem digitalen fremdsprachigen Angebot der Münchner Stadtbibliothek und zu Online-Inhalten für Kinder!

Wie genau die digitale Bibliothek der Münchner Stadtbibliothek erreichbar ist, was einen dort erwartet und wie dies alles nutzbar ist, präsentieren Mitarbeiterinnen der Stadtbibliothek Laim bei dieser Veranstaltung. Sie führen durch das Online-Angebot und stellen einzelne Funktionen ausführlicher vor. Auch zu dieser Veranstung kann das eigene Smartphone oder Tablet gerne mitgebracht werden, denn es ist auch Zeit für Fragen und zum Ausprobieren eingeplant.

Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist kostenlos, eine Anmeldung nicht nötig.

Das Gesamtprogramm der Münchner Stadtbibliothek finden Sie unter

Für eine weltoffene Gesellschaft - Rolant de Beer ist Stadtratskandidat für Rosa Liste

Für eine weltoffene Gesellschaft - Rolant de Beer ist Stadtratskandidat für Rosa ListeVielen Laimern ist Rolant de Beer als Künstler bekannt. Seine großformatigen, vitalen und meist expressiven Arbeiten waren schon öfter sowohl in Ausstellungen als auch in Laimer Schaufenstern zu sehen, so bei "Farben Ruetz" oder in der "Hahnenapotheke". Immer wieder sucht sich der Maler auch unkonventionelle Präsentations- und Projektionsflächen, um seine Bilder einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Geboren ist der Künstler 1952 in Hengelo in den Niederlanden. Schon vor vielen Jahren hat es ihn nach Deutschland verschlagen, seit über 30 Jahren lebt und arbeitet de Beer in Laim. Als studierter Tiermediziner gehören neben großformatigen Portraits immer wieder Ziegen, Pferde, Fische ja sogar Einzeller und Bakterien zu seinem OEuvre.

Doch jetzt zeigt sich Rolant de Beer noch von einer ganz anderen Seite, die dem Wahl-Laimer ebenso am Herzen liegt wie die Malerei: Er kandidiert für den Münchner Stadtrat - für die Rosa Liste. Die Rosa Liste München ist eine politische Gruppierung in München, die seit mittlerweile 31 Jahren die Interessen von Schwulen und Lesben – und auch der Bisexuellen, Transsexuellen und Intersexuellen – auf kommunaler Ebene vertritt. 1996 zogen sie erstmals in den Münchner Stadtrat ein und waren damit europaweit die erste schwul-lesbische Wählergruppe, die in ein Kommunalparlament gewählt wurde. Seither hatte die Rosa Liste immer wieder Mandate inne und bilden eine Fraktionsgemeinschaft mit den Grünen.

"Für eine weltoffene Gesellschaft" - das ist de Beers auch ganz persönliches Anliegen. Zwar wurde in den letzten Jahren viel erreicht, dennoch gebe es noch genügend offene Baustellen bei Akzeptanz, Gleichstellung und respektvollem Miteinander. Der Laimer Künstler will sich für ein modernes Familienbild einsetzen, in dem "Regenbogenfamilien" ebenso selbstverständlich wahrgenommen werden wie alle anderen Verbindungen auch.

Das Wahlprogramm kann online auf der Homepage der Rosa Liste studiert werden.

Ein neuer Maibaum für Laim

Ein neuer Maibaum für LaimEs ist tatsächlich schon wieder 4 Jahre her, dass der Maibaum auf dem Laimer Anger aufgestellt wurde. Und da es die Sicherheitsbestimmungen so wollen, muss dieses Jahr ein neuer her - und daher waren die Laimer Maibaumfreunde in den vergangenen Tagen und Wochen nicht untätig.

Inzwischen wurde der neue Baum brauchtumsgerecht nach dem Mondkalender gefällt, lagert an einem geheim gehaltenen Ort in der Nähe des Tegernsees und wartet auf seine Bearbeitung. 19 Meter ist er dieses Mal groß, steckerlgerade und hat an seiner Spitze noch einen Durchmesser von immerhin 22 Zentimeter.

Anfang April werden die Maibaumfreunde den zukünftigen Maibaum von seiner Rinde befreien, die Außenhaut hobeln und die Aufnahmen für Hahn und Sponsorentafeln anbringen. Dann erfolgt der Transport nach München, wo das gute Stück bis zum Aufstellen zwischengelagert wird - gut bewacht vom Maibaumverein und vielen Helfern, die dafür sorgen werden, dass der Baum nicht wie in den vergangenen Jahren den Besitzer wechselt. Und teuer ausgelöst werden muss.

Voraussichtlich auch noch im April wird das aktuell auf dem Laimer Anger stehende Stangerl umgesägt und in handliche Stücke zerteilt - die auf dem Maifest der Laimer Maubaumfreunde käuflich erworben werden können. Der Erlös kommt der chronisch klammen Vereinskasse zugute - aus der auch der neue Maibaum finanziert werden muss. Denn für Baum und Transport, für Genehmigungen, Versicherungen und die üblichen Formalien, für die Restaurierung von Tafeln und Halterungen, für die Logistik und Sicherung beim Aufstellen fehlt den Laimer Maibaumfreunden trotz aller Eigenleistungen noch eine Summe im mittleren vierstelligen Bereich. Wie in den vergangenen Jahren auch hofft der Verein auf zahlreiche Spenden von Laimer Bürgern und Laimer Unternehmen.

Spendenkonto:
IBAN: DE03701500000087216792
BIC: SSKMDEMM

Foto: Günter Kern

Politischer Kitsch. Eine deutsche Spezialität

Politischer Kitsch. Eine deutsche SpezialitätDer Leitspruch des Philosophen Alexanders Grau könnte sein: Wer sich nicht von der herrschenden Zeitmeinung tyrannisieren lässt, entdeckt Dinge, die vielen verborgen bleiben.

Jahrhunderte lang war der Gedankenreichtum der Bibel, Ideengeber für die geistige Auseinandersetzung der Zeit. Heute bestimmt dieser geistige Schatz selten die Debatten. Alexander Grau hingegen beruft sich auf ihn. Sein kleines aber auch hochkarätige Bändchen wurde als Streitschrift bezeichnet. Es ist aber auch ein Essay, denn Grau besitzt die Fähigkeit, Sprache sehr reich zu machen.

So findet er unbekannte Zitate, die sehr aussagekräftig sind. Jedem Begriff wird Farbe aufgesetzt und so das Wichtigste der Dinge, welches meist aus mehrere Seiten besteht, sichtbar gemacht.

Sein Angriffsziel in dem Buch über den politischen Kitsch ist vorrangig die zur Schau getragene Empfindsamkeit. Vorhandene Konflikte werden in ein Deutungsschema gepresst und nur eindimensional gesehen. Dieses Deutungsschema leistet aber keinen Beitrag zur Lösung der Probleme, denn nur der, der seine Sicht auf die Dinge immer wieder hinterfragt und auf Fehler sucht, die man korrigieren kann, kommt der Wahrheit am nächsten.

Kitsch ist nicht per se schlecht. Ein kitschiger Schlager kann zum Beispiel auch Trost spenden. Gefährlich wird Kitsch als moralischer oder politischer Kitsch, weil er das Denken unterbindet, und in der Politik sollte man denken, meint Grau. Nach ihm entsteht kitschiges Denken überall dort, wo die Realität überformt und nicht in seiner Faktizität wahrgenommen wird.

In einem Interview für das Münchner Sonntagsblatt wird er sehr deutlich. "Das kitschige Politbewusstsein kann mit anderen Meinungen im Grunde nicht umgehen. Ein Rationalist kann hinnehmen, dass es andere Argumente gibt, aber emotionalisierten Menschen fällt es schwer, andere Gefühle zu akzeptieren. Das kennen wir schon aus dem Privatleben." Manches Vorgetragene reizt zum Widerspruch, wenn er z.B. behauptet, dass man in Deutschland in Ideen und nicht in die Wirklichkeit verliebt ist.

In der kurzen Abhandlung werden sehr klar Fehlentwicklungen aufgezeigt. Das Buch ist auch ein einziger Appell Kants Ratschlag "Sapere aude (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen)", zu beherzigen.

Die Wahrheit war und ist in allen Zeiten unbequem. Friedrich von Spees Streitschrift "Cautio criminalis", die sich gegen den Hexenwahn wandte, konnte 1631 nur anonym erscheinen.

Alexander Graus Buch ist im evangelischen Claudius Verlag erschienen. Grau hat beneidenswert gut formuliert. Er nimmt Signale auf, die an anderen vorbeirauschen und hat es verdient, dass man sich mit seinen Thesen beschäftigt.

Eckhard Krause

Eckhard KrauseAlexander Grau: Politischer Kitsch. Eine deutsche Spezialität
Claudius, München 2019
Preis: 14,00 €
ISBN: 978-3-532-62830-0

Eckhard Krause ist Laimer Diplom-Bibliothekar im Ruhestand und Laimer Bücherwurm. Geboren in Sachsen und aufgewachsen in Ostfriesland kam er in Zeiten des kalten Krieges nach Westdeutschland und lebt nunmehr seit fast 50 Jahren in Laim. Aufmerksam beobachtet er Entwicklungen und Strömungen in Gesellschaft und Literatur.

Zeus von Laim, hilf!

Zeus von Laim, hilf!Beim Zeus von Laim! Mit dem Verkauf des Laimer Schlössls an einen Privatinvestor wurde 2018 die letzte Chance, ein bauhistorisches Denkmal für die Allgemeinheit zu erhalten, fahrlässig vergeben. Für die Ausübung eines Vorkaufrechts sehen weder Kultusministerium noch Stadt einen "begründeten Tatbestand".

Das wirft doch einige Zweifel an der Bewertung dieser Immobilie auf. Handelt es sich doch in seinem baulichen Ursprung von 1716 immerhin um ein Landgut Kurfürst Max Emanuels und um eines der letzten historischen Gebäude des ursprünglichen Dorfkerns rund um den Laimer Anger.

Richtig interessant wird die Baugeschichte aber erst im 20. Jahrhundert, als Theodor Fischer 1902 das Anwesen erwirbt und zu seinem Wohnhaus umbaut. Im benachbarten Pixis-Haus bringt er sein Büro unter. Hier trifft sich alles, was in der Architekturszene Rang und Namen hat, selbst Le Corbusier bewirbt sich im Büro um eine Stelle. Als Leiter des Stadterweiterungsbüros und Professor für Baukunst prägt Theodor Fischer, als "Zeus von Laim" wie ihn seine Studenten nennen, das Stadtbild Münchens bis heute.

Mit einer öffentlichen Nutzung des Laimer Schlössls und dessen Gartenanlage hätte man neben dem Interim einen weiteren Kulturraum für das nicht gerade kulturverwöhnte Laim gewinnen können.

Die Seidlvilla in Schwabing oder der Mohr-Villa in Freimann sind wunderbare Vorbilder, wie so etwas gelingen kann, beide sind im Besitz der Landeshauptstadt. Gab es hierfür "begründeten Tatbestände"?

Bis heute blieben das langgestreckte, elegant-zurückhaltende Gebäude weitgehend von entstellenden Anbauten und Luxussanierung verschont. Sowohl Schlössl, als auch Garten sind in die Denkmalliste eingetragen. Jeder Käufer wusste, auf was er sich einlässt.

Mit dem jetzt beantragten Garagenbau von 15 m Länge und 6 m Breite und der noch einmal mindestens ebenso großen Erschließungsfläche vor den Garagen wird der Garten weitgehend zerstört.

Man kann gespannt sein, ob auch in diesem Fall Baukultur und Stadtgestalt geopfert werden. Die Genehmigungsbehörden versuchen gerichtliche Auseinandersetzung mit den mächtigen "Entwicklern" weitgehend zu vermeiden.

Nicht mehr die Stadtbaukunst sondern juristische Spitzfindigkeiten prägen derzeit die Gestalt unserer Stadt.

Luxuswohnungen im historischen Ambiente mit Garagenhof im Schlösslpark? - Zeus von Laim, hilf!

Brigitte Püls, München

Hinweis: Als "Zeus von Laim" ist der Städtebauer und Architekt Theodor Fischer in die Geschichte eingegangen. Und ganz besonders in unserem Stadtteil hat er seine Spuren hinterlassen. So entwickelte er die Pläne für das reduziert historisierende Wohnhausensemble in der Stadtlohner Straße, welches 1909–11 von der Münchner Terraingesellschaft Neuwestend AG gebaut wurde. Auch die pittoreske Klein-Wohnhaus-Kolonie in der Gunzenlehstraße entwarf der Architekt, der immer auch das soziale Miteinander im Blick hatte. Neben dem heutigen McDonalds Eckhaus in der Agnes-Bernauer-Straße und verschiedenen Bürgerhäusern in der Perhamerstraße bewundern Architekturliebhaber verschiedene Einzelvillen in der Gartenstadt Laim, beispielsweise am Agnes Bernauer Platz. Aber selbst Umbauten am heutigen INTERIM, an der St. Ulrichskirche und am Laimer Schlössl hat Fischer maßgeblich geprägt - dort wohnte er bis zu seinem Tod im Jahre 1938.
Natürlich tragen auch andere Bauten in und um München seine Handschrift, z.B. die Gebsattelbrücke in der Au oder das Bismarckmonument bei Assenhausen am Starnberger See.

Engagement-Sprechstunde in der Stadtteilbibliothek Laim - jeden ersten Mittwoch im Monat!

Engagement-Sprechstunde in der Stadtteilbibliothek Laim - jeden ersten Mittwoch im Monat!Sie sind auf der Suche nach einer passenden Engagement-Möglichkeit im Münchner Westen?
Sie möchten aktiv werden, wissen aber nicht genau wo und wie?

Dann kommen Sie zu unserer Engagement-Sprechstunde!

Egal, ob Sie schon konkrete Vorstellungen haben oder noch nicht genau wissen, in welche Richtung es gehen soll.
Wir begleiten Sie beim Suchen und Finden Ihres neuen Engagements. Münchenweit und trägerunabhängig.
Wir unterstützen Sie auch, wenn Sie eine eigene Idee für ein Projekt oder eine Initiative haben, aber noch nicht genau wissen, wie oder wo Sie sie umsetzen können.
Bei der Engagement-Sprechstunde in der Stadtteilbibliothek Laim - jeden ersten Mittwoch im Monat - beraten wir Sie entweder vor Ort oder wir vereinbaren einen Beratungstermin und Sie besuchen uns im Haidelweg 48 in Pasing.

Weitere Informationen, Weiterbildungen und Terminvereinbarung unter: www.freiwilligenzentren-muenchen.de

Engagement in einer Tour - Aktiv werden im Münchner Westen!
Sie wollen die Menschen und Projekte vor Ort kennenlernen? Dann nehmen Sie an unserer Engagement Tour teil!

Lernen Sie München von einer ganz anderen Seite kennen: Eine Tour im Kleinbus zu sozialen Einrichtungen und Projekten im Westen soll Lust auf freiwilliges Engagement machen. Wir zeigen, was an ehrenamtlicher Arbeit geleistet wird und wo und wie Sie aktiv werden können. Folgende soziale Dienste und Einrichtungen stellen sich vor:

Fachstelle für pflegende Angehörige – Demenzhilfe und Alltagsbegleitung
Essen auf Rädern / Radeln ohne Alter
Alten- und Servicezentrum Westpark
Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete - Elsenheimerstraße
Oxfam Shop München-Pasing

Treffpunkt: 15:00 Uhr vor der Volkshochschule in der Bäckerstraße 14, Pasing
Die Teilnahme ist kostenlos und verpflichtet nicht zu einem Engagement.
Um Anmeldung wird gebeten unter 089 - 82 99 20 18 oder fwz-west@caritasmuenchen.de
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine spannende Tour mit Ihnen!
Für weitere Informationen besuchen Sie uns unter www.freiwilligenzentren-muenchen.de

Kinderbälle des Faschingsclub Laim

Kinderbälle des Faschingsclub LaimAm Wochenende des 01. Und 02. Februar 2020 stand beim Faschingsclub Laim alles im Zeichen der Kinder. Am Samstag fand der diesjährige Kinderball des Faschingsclub Laim, extra nur für Kindergartenkinder statt und am Sonntag begrüßte das Laimer Prinzenpaar Razi I. und Castro I. die Schulkinder mit ihren Eltern, Großeltern und Freunden, die zahlreich erschienen sind und dem Verein wieder ein ausverkauftes Haus bescherten.

Die Garde, das Prinzenpaar und das Männerballett präsentierten ihr diesjähriges Bühnenprogramm. Zwischen den Darbietungen wurde viel getanzt, gespielt, gelacht und getobt. Das Fliegerlied, Luftballonspiel, Spielpreise, Polonaise, Faschingsrakete und vieles mehr kamen an diesen Nachmittagen nicht zu kurz und die Kinder verbrachten zusammen mit den Mitgliedern des Vereins und ihren Eltern tolle und ereignisreiche Stunden.

Verköstigt wurden die Besucher mit zahlreichen selbstgebackenen Kuchen, Waffeln, Krapfen, Wiener, Schnitzel und Pommes. Für die Verpflegung und das Programm sorgt der Verein jedes Jahr selbst.

Am Ende der Bälle um 18 Uhr gingen alle fröhlich und zufrieden nach Hause, nachdem die Kinder sich bei einer Autogrammstunde noch Foto und Unterschrift der Aktiven des Vereins holen konnten.

Der Faschingsclub Laim veranstaltet jedes Jahr an einem Wochenende zwei Kinderbälle. Am Samstag extra abgestimmt auf Kinder im Kindergartenalter und am Sonntag auf Schulkinder.

Weitere Termine des Faschingsclub Laim:

21. Februar 2020 Faschingsball im Augustinerkeller an der Arnulfstraße, Einlass 18:30 Uhr, Beginn 20.00 Uhr, Eintrittspreis beträgt 14 €, Kartenreservierung bei der Präsidentin Christine Rygol Tel.: 089/708304.

22. Februar 2020 17. Laimer Faschingstreiben am Laimer Anger von 11.00 – 15.00 Uhr, mit verschiedenen Faschingsgesellschaften, Essens- und Getränkeständen, Spielständen, sowie ein Kinderkarussell. Weitere Informationen finden Sie auf www.faschingsclublaim.de

[Anzeige] Neue Kursangebote für Kinder im EZETHERA, dem Europäischen Zentrum für Tanztherapie

Neue Kursangebote für Kinder im EZETHERA, dem Europäischen Zentrum für TanztherapieDas 1986 von Susanne Bender gegründete "Europäische Zentrum für Tanztherapie" ist europaweit eine der wichtigsten Institutionen und eine feste Größe in dieser Fachdisziplin. In der Geyersperger Straße 25 steht ein umfassendes Kurs- und Therapieangebot zur Verfügung, viele der Veranstaltungen werden nicht nur von Therapeuten genutzt, sondern sind öffentlich zugänglich.

So gibt es seit ein paar Jahren auch umfangreiche Tanz- und Theaterkurse für Kinder aller Altersgruppen. Vom "Zwergerltanz" über Ballett bis hin zum Jazztanz erwartet die Kinder (und auch Eltern und Großeltern) ein breites Angebot, bei denen die Kids sich ausprobieren, ihren Körper entdecken oder sich auch einfach mal austoben können.

Wenn Ihre Kleinen Spaß an kreativer Bewegung haben - dann sind Sie im EZETTHERA richtig. Auf der Homepage des Zentrums für Tanztherapie gibt es weitere Informationen, das Kursangebot ist auch im LAIM-online Veranstaltungskalender zu finden.

EZETTHERA - Europäisches Zentrum für Tanztherapie
Geyerspergerstraße 25
80689 München

Tel: +49 (0)89 54662431
Fax: +49 (0)89 54662432
Email: info@tanztherapie-zentrum.eu

Stadtrat-CSU macht Druck für den Weiterbau der U-Bahn nach Freiham und Germering

Stadtrat-CSU macht Druck für den Weiterbau der U-Bahn nach Freiham und GermeringIm Münchner Westen wird gebaut, was das Zeug hält, in Freiham wird ein völlig neues Quartier in der Größe einer mittleren Kleinstadt aus dem Boden gestampft. Das ist gut, denn irgendwo müssen die Leute ja unterkommen - und so werden in Freiham, wenn alles fertig ist, knapp 30.000 Neu-Münchner wohnen. Auch werden dort durch verschiedene Firmenansiedlungen rund 15.000 Arbeitsplätze entstehen.

Ein schlüssiges Verkehrskonzept hingegen lässt nach wie vor auf sich warten. Und so stellen sich viele die Frage, wie diese Menschen zur Arbeit kommen - und wieder zurück. Mit Blick auf den Klimawandel kann der Individualverkehr mit dem eigenen Auto nicht die Lösung sein, zumal die Zubringer (A96, A99, B2, Bodenseestraße) schon heute chronisch überlastet sind. Und Busse stehen bekanntermaßen genau so im Stau wie alle anderen Kraftfahrzeuge. Eine angedachte Straßenbahnlinie wird die zu erwartenden Menschenmassen kaum bewältigen können.

Der U-Bahn-Weiterbau vom Laimer Platz bis nach Pasing ist immerhin schon beschlossene Sache, die CSU im Münchner Stadtrat macht nun Druck für die dringend notwendige weitere Verlängerung nach Freiham und auch wenn es Zukunftsmusik ist: bis nach Germering.

So wird OB Reiter in einem Antrag gebeten, baldmöglichst mit der Großen Kreisstadt Germering Kontakt aufzunehmen - um die Trassenführung der U5 frühzeitig in den zuständigen Gremien zu besprechen. Bereits im Vorfeld und unabhängig von einer konkreten U-Bahn-Verlängerung soll eine P&R-Anlage im Bereich der A99 (Westseite) in Betrieb genommen werden.

Darüber hinaus sollen alle Baumaßnahmen gestrafft und beschleunigt werden. So sollen alle zu errichtenden Bahnhöfe an der Streckenführung parallel gebaut werden und nicht wie üblich nacheinander. Zudem sollen sich mehrere Tunnelbaumaschinen aus beiden Richtungen durch das Erdreich bohren - auch dadurch versprechen sich die CSU-Stadträte eine enorme Beschleunigung des Bauvorhabens.

Zudem erfordere die schnelle Fertigstellung der U-Bahn zwischen Pasing und Freiham zusätzliches Personal, um die verschiedenen Planungsabschnitte parallel planen zu können. So soll das Baureferat beauftragt werden, nicht nur personelle Ressourcen für die weitere Vorplanung zu beantragen, sondern auch für die Planfeststellung - unter der Maßgabe, dass das Planfeststellungsverfahren für die gesamte Strecke zeitgleich erfolgt.

Außerdem wird gefordert, dass in Freiham ÖPNV und Wohnungsbau Hand in Hand gehen müssen. So soll der zweite Bauabschnitt in Freiham erst umgesetzt werden, wenn das bis dahin entstandene Wohngebiet mit dem ÖPNV vollends erschlossen ist und die U5 den Fahrbetrieb aufgenommen hat.

Foto: ©MVV GmbH

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Oben und unten - Fotoprojekt von Schülerinnen und Schülern des Ludwigsgymnasiums

Oben und unten - Fotoprojekt von Schülerinnen und Schülern des LudwigsgymnasiumsDas Projekt: "Schwarzweiß-Fotografie – oben und unten" - der Projektauftrag, definiert von Projektleiter Richard Berndt: "Mit offenen Augen im Schulgelände und in der näheren Umgebung Fotomotive suchen, wobei nur nach unten und oben geschaut werden darf".
Bis zum Ende des Vormittags entstand so eine Fülle interessanter Aufnahmen, die dann am Computer in Schwarz-Weiß umgewandelt wurden. Die Ergebnisse waren so überzeugend, dass der Projektleiter vorschlug, die Fotos nicht auf irgendwelchen Speichermedien ruhen zu lassen, sondern eine Ausstellung zu konzipieren. Und hier kam die Stadtbibliothek Laim ins Spiel, die zusammen mit dem Ludwigsgymnasium schon mehrere spannende Ausstellungsideen umgesetzt hat.

Die Ausstellung läuft von Donnerstag den 6.2. bis einschließlich Freitag den 27.3.

Die Vernissage am Donnerstag den 6.2. um 19.30 Uhr bietet die Gelegenheit, mit den jungen Fotografinnen und Fotografen und ihrem Mentor Richard Berndt – ambitionierter Amateuerfotograf und Lehrer am Ludwigsgymnasium, mittlerweile im Ruhestand – ins Gespräch zu kommen.

Ausstellung 6.2. bis 27.3.2020
Vernissage Donnerstag 6.2. 19:30 Uhr
Stadtbibliothek Laim
Fürstenrieder Straße 53
80686 München

Aufwärts. Nun kommt er doch - der Interimsaufzug am S-Bahnof Laim

Aufwärts. Nun kommt er doch - der Interimsaufzug am S-Bahnof LaimDer Neubau der 2. S-Bahn-Stammstrecke und der damit einhergehende umfassende Umbau des Laimer Bahnhofs bringen für Laimer Bürger, Berufspendler und Reisende jede Menge Einschränkungen mit sich. Der Bahnhof gehört zu den hochfrequentierten Verkehrsknotenpunkten in München - rund 60.000 Menschen werden täglich über die Bahnsteige geschleust.

Nicht wenige davon haben es besonders schwer. Schon wenn Reisende ein paar Koffer dabei haben wird der Gang zum Bahnsteig zur Tortur. Und wie kommen Familien mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer zur S-Bahn? Nicht nur bei denen stieß die Ankündigung der Bahnverantwortlichen, während der Bauphase keinen Aufzug betreiben zu wollen, auf harsche Kritik. Und die wiederum hat enormen politischen Druck von Bezirksausschüssen, Parteien und Verbänden erzeugt - auf den die Bahn nun reagiert.

Nun soll während der Umbauphase am Laimer S-Bahnhof ein provisorischer Aufzug eingerichtet werden, mit dem beladene oder gehandicapte Menschen die Bahnsteige in beide Richtungen barrierefrei erreichen können. Der wird aufgrund der komplexen Baustellensituation sogar ein paar Mal umziehen müssen - bis der endgültige Standort in der noch zu grabenden Umweltverbundröhre zur Verfügung steht.

Klar, das kostet Geld - einen "sechsstelligen Betrag", wie die Bahn vorrechnet. Geld, welches in der Bauplanung ursprünglich überhaupt nicht vorgesehen war. Die Bahn sollte es als Posten für "Reputationsmanagement" abheften, denn mit der Entscheidung für einen Aufzug hat sie vielen Kritikern und Dauernörglern ordentlich Wind aus den Segeln genommen.

Foto: Josef Stöger

Moschee am Westpark? Anwohner wollen sich nicht vor den Rechts-Links-Karren spannen lassen

Moschee am Westpark? Anwohner wollen sich nicht vor den Rechts-Links-Karren spannen lassen"Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii..." schmetterte Petra Föhr den Demonstranten entgegen, die Mitte Januar am Eck Edelsbergstraße und Säulingstraße aufeinander trafen. Dort hatten sich Gegner und Befürworter eines Moscheebaus versammelt, die sich lauthals über die jeweilige Gegenseite echauffierten. Ein Riesen-Aufgebot Münchner Polizei wachte mit Argusaugen darüber, dass die Lage nicht eskaliert - denn neben rund 40 Befürwortern waren auch ein paar Pegida-Leute anwesend.

Petra Föhr war lauter als alle zusammen - dennoch standen sie und ein paar weitere Anwohner der Siedlung im wahrsten Sinne des Wortes zwischen den Fronten.

Und das beschreibt das ganze Dilemma: Kaum einer der Demonstranten, die am 14. Januar aufgelaufen sind, wohnt in der Siedlung zwischen Pfrontener Platz und Mittlerem Ring. Doch alle haben eine ganz klare Meinung zum Bau eines islamischen Kulturzentrums an der Edelsbergstraße - dafür oder dagegen, schwarz oder weiß. Nachdenkliche Töne werden nicht zugelassen und die Anwohner fühlen sich von sämtlichen politischen Gremien alleine gelassen.

Im Bezirksausschuss habe man sich bereits zu Wort gemeldet, so ein Anwohner. Die Bedenken seien vom Tisch gewischt worden und man habe das Gefühl, "dass das Moscheeprojekt einfach durchgewunken werden soll".

Dabei geht es den Bewohnern der Siedlung gar nicht um "Glaubensfragen", sondern darum, dass die bis jetzt bekannten Baupläne den Schluss zulassen, dass ein unbeschreibliches Verkehrschaos zu erwarten ist - sollte das islamische Kulturzentrum jemals gebaut werden.

Was ist der Stand der Dinge? Die an der Edelsbergstraße ansässige bayerische Pflegeakademie hat ein Grundstück verkauft. Dort soll nach dem Willen der neuen Eigentümer das Kulturzentrum des islamischen Vereins Hidaje e.V. hochgezogen werden. Zweistöckig - mit einer großen Kuppel (wir berichteten). Der Verein war bislang an einem Gewerbegebiet in Moosach ansässig - die Räumlichkeiten dort seien nicht mehr zeitgemäß und nicht mehr ausreichend. So möchte die Gemeinde an den Westpark übersiedeln.

Dort sind gerade einmal 3 (!) Stellplätze für PKW geplant. Der Verein hat im Augenblick rund 380 Mitglieder - wenn nur die Hälfte der Gläubigen zum Gebet oder zu kulturellen Veranstaltungen eintrifft, ist die Siedlung dicht - auch und gerade am Wochenende. Weder gibt es geeignete Zufahrtstraßen, noch ausreichend Parkflächen - sollte zeitgleich eine Veranstaltung im nahen Audi-Dome stattfinden, wäre das Chaos perfekt. Der gesamte Verkehr wird sich in die Siedlung neben der Westendstraße ergießen. Hinzu kommt, dass viele der Anwohner der Überzeugung sind, dass sich das geplante Gebäude nicht in die Umgebung einfügt.

"Die Besucher werden aus ganz München anreisen. Und die kommen ganz bestimmt nicht mit dem ÖPNV - abgesehen vom 63er Bus gibt es den nämlich hier nicht." so Petra Föhr. Für 5 Gebetszeiten pro Tag ist mit An- und Abfahrten zu rechnen, kulturelle Veranstaltungen, Seminare und Schulungen gar nicht mit eingerechnet. Die Anwohner befürchten, dass ihre Siedlung einen Verkehrskollaps erlebt. "Dort könnte auch ein Supermarkt gebaut werden - das Problem wäre dasselbe!" schimpft eine Anwohnerin und ärgert sich maßlos darüber, von einigen Demonstranten in die "braune Ecke" gestellt zu werden.

Die Anwohner der beschaulichen Siedlung haben ein berechtigtes Anliegen und fühlen sich übergangen. Die Stadtpolitik sollte sich tunlichst mit den Menschen ins Benehmen setzen, ihnen zuhören, Lösungen suchen - und nicht Entscheidungen über die Köpfe der Leute hinweg treffen. Die Kommunalwahlen stehen vor der Tür. Und nach denen gibt es dann wieder jede Menge Sondersendungen, Talkshows und Brennpunkte, bei denen sich wieder alle mit großen Augen wundern wie es möglich sein konnte, dass die blaue Partei derartige Zuwächse verzeichnet. Genau deswegen.

Foto: Petra Föhr

Gegen Gentrifizierung, Flächenversiegelung und Investorenarchitektur: Plakataktion am Baustellenzaun

Gegen Gentrifizierung, Flächenversiegelung und Investorenarchitektur: Plakataktion am BaustellenzaunLange Zeit galt Laim als eine der verschlafensten Ecken Münchens. Bestehend aus ein paar Wohnblocks an der Landsberger- und Fürstenrieder Straße. Nix los da. Gentrifizierung? Mietenwahnsinn? Das waren die Schlagzeilen, die aus Schwabing, Haidhausen und aus dem Glockenbachviertel herüberkamen - unseren Stadtteil fanden sogar viele Laimer selbst derart langweilig, dass man sich außen vor glaubte und es sich gemütlich machte.

Das war einmal. Inzwischen sind sowohl die Gartenquartiere als auch die ödesten Wohnblöcke in den Fokus von Investoren und Gewinnsanierern geraten und das bekommen immer mehr Laimer am eigenen Leib zu spüren. Nun ziehen auch die Mieten in diesem Stadtteil spürbar an und viele Bewohner sind am Überlegen, ob sie sich das in den nächsten Jahren noch werden leisten können. Und in den grünen Seitenstraßen wird mit standardisierter Investorenarchitektur nachverdichtet auf Teufel komm raus.

Ensembleschutz? Denkmalschutz? Baumschutz? Damit beschäftigen sich die Anwälte der Bauherren. Und dank denen und der eklatanten Wohnungsnot in München wird bei Klagen meist in derem Sinne entschieden - ganz so, als ob man mit dem Zubetonieren der Gartenstädte das Wohnungsproblem lösen könnte. Und so wachsen in den pittoresken Gartenstädten abseits der großen Straßen immer mehr Apartmentblocks aus dem Boden, die bis hart an die Grundstücksgrenze reichen - jeder Quadratzentimeter wird zur Wohnfläche und zur Renditemaximierung genutzt. Omas Rentenhäuschen muss der Abrißbirne weichen - und mit ihm meist alter Baumbestand, blühende Obstgärten und eine Pflanzenwelt, die in München sehr selten geworden ist.

Dagegen formiert sich Widerstand. Nicht erst seit gestern, aber die Stimmen scheinen lauter zu werden - und es melden sich auch immer mehr Anrainer zu Wort, die nicht unmittelbar von den um sich greifenden Baumaßnahmen betroffen sind. Im Augenblick können aufmerksame Spaziergänger in Laim Bürgerproteste verfolgen, die sich in Form von Plakaten direkt an den jeweiligen Baustellen an die Betrachter wenden: "Hier entsteht unbezahlbarer Wohnraum für Sie", "Hier entstehen die neuen Alptraum-Villen", "Käfigzaun und Stachelhecke, da graut´s der Biene und der Schrecke", "Sag mir wo die Bäume sind" heißen die kreativen Slogans, die auf die Probleme aufmerksam machen sollen, die mit der zügellosen Nachverdichtung in Laim einhergehen.

Immer mehr Laimer empfinden es als persönlichen Affront, wie im Stadtteil mit Grünflächen und Gärten umgegangen wird - und wollen es das nicht mehr gefallen lassen. Von der Stadt wünscht man sich schon lange deutliche Reaktionen auf die ungezügelte Bauwut - oftmals vergeblich. Zu langsam, zu zaghaft, zu investorenorientiert agieren die städtischen Stellen in den Augen vieler Laimer, insbesondere der angestammten Bewohner der grünen Areale zwischen Laim und Hadern. Und so stehen gleich mehrere Straßenzüge auf der Agenda der protestierenden Bürgerinnen und Bürger: Die Baumschule zwischen Gotthard-, Willibald- und Senftenauer Straße, die Grünfläche zwischen Queri-, Geßler- und Geigerstraße und viele weitere Straßen in Laim, in die die Baumaschinen der Investoren einfahren um Betonklötze zu errichten, mit denen die Renditen der Unternehmen maximiert werden sollen.

Nutzen Sie doch die anstehenden Feiertage, um sich bei einem Spaziergang durch Laim und Kleinhadern die Plakate an den vielen Baustellen anzuschauen.

Foto: Margit Huber

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 Josef Stöger Fotografie

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