Lokalnachrichten aus München-Laim und Umgebung
Zwei Fälle von Callcenterbetrug durch sogenannte Schockanrufe - Sendling-Westpark und Laim
Fall 1:Am Mittwoch, 17.06.2026, gegen 15:00 Uhr, erhielt eine über 80-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München, einen Anruf von bislang unbekannten Tätern. Diese gaben vor, dass ihre Tochter schwer erkrankt sei und dringend Geld für eine medizinische Behandlung benötigt werde.
Im weiteren Verlauf übergab die Seniorin Bargeld sowie Wertgegenstände an eine bislang unbekannte Person. Der Beuteschaden liegt nach derzeitigem Stand im mittleren fünfstelligen Bereich.
Als sie kurz darauf Bedenken bekam, verständigte sie den Polizeinotruf 110.
Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen brachten keine neuen Erkenntnisse zu den Tätern.
Der Abholer wurde wie folgt beschrieben:
Männlich, ca. 45 Jahre alt, ca. 165 cm groß, schlank, südeuropäisches Erscheinungsbild
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Rattenberger Straße, Krüner Straße, Alpspitzstraße und Heiterwanger Straße (Sendling Westpark) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Fall 2:
Am Mittwoch, 17.06.2026, gegen 13:00 Uhr, erhielt ein über 90-jähriger Deutscher mit Wohnsitz in München einen ähnlichen Anruf einer bislang unbekannten Täterin. Diese
behauptete, seine Tochter sei schwer erkrankt und benötige dringend eine kostspielige Behandlung.
Der Senior wurde dazu veranlasst, Auskünfte über vorhandene Wertgegenstände zu geben. Kurze Zeit später erschien ein bislang unbekannter Mann an seiner Wohnanschrift und nahm Wertgegenstände entgegen. Der entstandene Vermögensschaden wird auf einen hohen vierstelligen bis niedrigen fünfstelligen Betrag geschätzt.
Nach der Geldübergabe äußerte der über 90-jährige seiner Nachbarin gegenüber Bedenken, die ihn daraufhin anwies, den Polizeinotruf 110 zu verständigen.
Auch in diesem Fall brachten die eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen keine neuen Erkenntnisse zu den Tätern.
Der Abholer wurde wie folgt beschrieben:
Männlich, ca. 45 Jahre alt, ca. 175 cm groß, schmales Gesicht, gebräunte Haut, südeuropäisches Erscheinungsbild; bekleidet mit einer schwarzen langen Hose sowie einem schwarzen langärmeligen Oberteil.
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Hauzenberger Straße, Elsenheimerstraße, Westendstraße, Zschokkestraße (Laim) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise zu beiden Fällen geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Hinweis der Münchner Polizei:
Die Vorgehensweise der Täterinnen und Täter ist immer ähnlich. Sie geben sich am Telefon als Polizeibeamte, Amtsträger (z.B. Staatsanwalt) oder wie zuletzt auch als Ärzte
aus und versuchen ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden dazu zu bringen, die vorhandenen Vermögenswerte zu übergeben. Die Strategien der Täter an Vermögenswerte zu gelangen, sind mindestens genauso vielfältig wie deren erfundene Geschichten. Ein gesundes Misstrauen ist deshalb die beste Prävention. Ob falsche Ärzte, falsche Polizeibeamte, falsche Staatsanwälte… Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, legen Sie einfach auf!
• Grundsätzlich verlangen Krankenhäuser oder Polizei/Staatsanwaltschaften/Gerichte niemals Barzahlungen oder schicken Boten zur Geldabholung.
• Geben Sie keine vertraulichen Informationen heraus und versuchen Sie die angeblich erkrankte Person direkt zu kontaktieren.
• Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände!
• Wählen Sie im Zweifel immer die Notrufnummer 110, wir sind jederzeit für Sie erreichbar!
Eingetragen am 18.06.2026
Quelle: Polizeipräsidium München
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