Lokalnachrichten aus München-Laim und Umgebung
Durch die Angst gehen - Stefan Seidels neuestes Buch
Stefan Seidel zeigt in seinem neuesten Buch „Durch die Angst gehen - Das Alphabet der Hoffnung“ nicht nur die Wirklichkeit, wie wir sie sehen, sondern beleuchtet auch die verborgenen Facetten dieses Themas - wie durch ein Prisma. In einem kurzen, tabellarischen Steckbrief, der die wichtigsten Informationen über das Buch enthält, werden Impulse vermittelt, wie wir wieder hoffnungstüchtig werden können. Wir müssen unsere Angst annehmen, um sie durchqueren und verwandeln zu können, betont Seidel immer wieder.„In einer Zeit, die von Krisendiagnosen überflutet ist, setzt dieses Buch einen anderen Akzent. Als geistige Widerstandskraft und das Mögliche nicht aus den Augen zu verlieren“, schreibt Helmut Frank im *Sonntagsblatt*.
Helmut Frank hat das Anliegen des Buches mit einer Treffsicherheit, die ihresgleichen sucht, den Lesern nahegebracht. Hast ist schon lange ein Zeichen unserer Zeit und wird bisweilen sogar zum Fluch. Die Menschen werden seit Langem aus ihrer Mitte vertrieben, sodass sie unselig umhergewirbelt werden wie in einer Zentrifuge.
Zu Beginn des Buches erfahren wir, welche Beweggründe Stefan Seidel dazu veranlasst haben, es zu schreiben. Auf das Vorwort folgt das Alphabet der Hoffnung. Darin wird jeweils ein Begriff und sein Zusammenhang mit der Hoffnung beleuchtet. Jeder Buchstabe endet mit einem kleinen Gedicht, das Hoffnung vermitteln soll. Christliche Stimmen aus unterschiedlichen theologischen Richtungen, darunter Dorothee Sölle und Jochen Klepper, bringen uns die Bedeutung der Hoffnung nahe.
Hoffnung in den Krisen unseres Lebens ist für alle Menschen von großer Bedeutung. Da das Buch in einem fragenden Stil geschrieben ist, kann es auch Nichtchristen erreichen. Seidel schreibt in einem poetischen Stil. Vielleicht gelingt es ihm gerade dadurch, noch mehr Menschen für das Buch zu begeistern.
Die Gedichte sind sehr gut ausgewählt. Hier offenbart sich gelebter Glaube, den man auch spüren kann. Jochen Klepper hat wunderschöne Sätze über den Glauben zu diesem Buch beigetragen. Dass er in den schwersten Stunden seines Lebens den Freitod wählte, widerspricht nicht den Sätzen über die Hoffnung. „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben“ - so heißt es im Vaterunser.
Selbst die Frömmsten benötigen Vergebung. Im Angesicht des Todes sollten wir alle demütiger werden. Tugenden wie Glaube, Liebe und Hoffnung sollten uns stärker tragen.
Seidels Buch kann eine große Hilfe für Leser sein, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Die Dichter der einzelnen Gedichte entwerfen wunderschöne Gegenbilder zur Angst. Sie versehen diese mit dem Licht der Hoffnung und wecken so neue Träume.
Eckhard Krause
Stefan Seidel, "Durch die Angst gehen"
Claudius
168 Seiten
22 EUR
Erscheinungstermin: März 2026
ISBN: 978-3532629161
Eckhard Krause ist Laimer Diplom-Bibliothekar im Ruhestand und Laimer Bücherwurm. Geboren in Sachsen und aufgewachsen in Ostfriesland, kam er in Zeiten des kalten Krieges nach Westdeutschland und lebt nunmehr seit fast 50 Jahren in Laim. Aufmerksam beobachtet er Entwicklungen und Strömungen in Gesellschaft und Literatur.Eingetragen am 12.10.2026
» Alle Lokalnachrichten anzeigen










