Lokalnachrichten aus München-Laim und Umgebung
Von Lochkameras und Zukunftsvisionen: Laimer Mittelschüler laden zur eigenen Ausstellung ein
Wie blicken Jugendliche auf ihr eigenes Viertel? Und wie verändert sich dieser Blick, wenn man die Vergangenheit erforscht und gleichzeitig digitale Zukunftstechnologien ausprobiert? Die Klasse 8cM der Mittelschule an der Schrobenhausener Straße hat genau das getan. In einem intensiven, multimedialen Workshop haben die Schülerinnen und Schüler den Stadtteil Laim völlig neu entdeckt. Die beeindruckenden Ergebnisse dieses kreativen Experiments sind ab Ende Juli in der Laimer Stadtbibliothek zu sehen.München-Laim. Geschichte ist nichts, was nur verstaubt in Lehrbüchern steht – sie passiert direkt vor unserer Haustür, jeden Tag. Um das hautnah zu erleben, haben sich die Jugendlichen der Klasse 8cM auf eine Spurensuche durch die historischen Schichten ihres Viertels begeben. Ausgerüstet mit Kameras und Aufnahmegeräten fingen sie die Stimmung im Stadtteil ein, experimentierten mit Fotografie und Audiogestaltung und bauten Brücken von der Vergangenheit in die Zukunft. Denn neben historischen Recherchen entwickelten die Schüler auch ganz eigene, kreative Visionen für das Laim von morgen.
Ein preisgekröntes Team am Werk
Das ambitionierte Projekt wurde nicht ohne Grund ein voller Erfolg: Initiiert und eng begleitet wurde es von der Fotografin Ekaterina Skerleva sowie der Filmemacherin und Medienpädagogin Susanne Mi-Son Quester. Die beiden sind für die Klasse keine Unbekannten. Bereits im vergangenen Jahr arbeiteten sie gemeinsam an einem Foto- und KI-Workshop zum Thema digitale Identität – ein Projekt, das prompt mit dem renommierten Crossmedia-Preis 2025 des bayerischen Kulturministeriums und des Bayerischen Rundfunks ausgezeichnet wurde. An diesen Erfolg knüpft die Klasse von Klassenleiterin Manuela Jourdan nun nahtlos an.
Zwischen Nostalgie und künstlicher Intelligenz
Der diesjährige Workshop bot den Jugendlichen eine riesige kreative Spielwiese, auf der sie spielerisch tiefe Medienkompetenzen erwarben. Die Techniken reichten von den handwerklichen Ursprüngen der Fotografie, wie der analogen Lochkamera und faszinierenden Langzeitbelichtungen, bis hin zu modernster, digitaler Bildbearbeitung mittels Künstlicher Intelligenz. Das historische Fundament für diese Entdeckungsreise lieferten Stadtteilhistoriker Norbert Winkler und das Stadtarchiv München, die den Schülern wertvolles historisches Bild- und Kartenmaterial an die Hand gaben.
Unterstützt und ermöglicht wurde das wertvolle medienpädagogische Projekt durch das Förderprogramm des Stadtjugendamts der Landeshauptstadt München, das Netzwerk Interaktiv sowie durch eine Förderung des Bezirksausschusses 25 Laim.
Einladung zur Vernissage
Wer neugierig geworden ist, wie die Laimer Jugend ihr Viertel sieht, ist herzlich zur feierlichen Ausstellungseröffnung eingeladen. Die Vernissage findet am Montag, den 27. Juli, um 11:00 Uhr in den Räumen der Stadtbibliothek Laim statt. Schule und Bibliothek freuen sich auf zahlreiche Besucher, spannende Gespräche und einen gemeinsamen Blick auf unser Viertel.
Eingetragen am 25.06.2026
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