Kontakt | Mediadaten | Preise | Impressum | Datenschutz | AGB | Hilfe | Jobs | Standard-Version |

Informationen

STARTSEITE | Was ist LAIM-online? | Lokalnachrichten | Fotogalerie | Forum/Gästebuch | Kleinanzeigen | Downloads | 

Suche

3607 Laimer Adressen

Automobil | Beauty und Wellness | Bildung | Dienstleistungen | Einzelhandel | Familie | Freizeit | Gastronomie | Geld | Gesundheit | Glauben | Handwerk | Haustier | Initiativen und Vereine | Innungen und Verbände | Kommunal | Kunst und Kultur | Nachtleben | Politik | Reisen | Soziales | Übernachtung | 

1. Münchner Club für Ausgleichs - und Gesundheitssport e.V.

Letzter Inserent:
Culture Options
Heinrich-Heine-Straße 13

Anzeige
1. Münchner Club für Ausgleichs- und Gesundheitssport e.V.



Anzeige
WEIN.GUT - Das Weinhaus in Laim


Anzeige
Hotel Laimer Hof


Anzeige
Anabella Belmonte - Tango Argentino

Anzeige
EDV Beratung & Kommunikation
CONODI - PC & MAC Reparatur MünchenCONODI - PC & MAC Reparatur MünchenFenster schliessen

Herzlich willkommen bei LAIM-online.de

Corona-Pandemie: Auskunftsstellen - nicht nur - für Senioren

Corona-Pandemie: Auskunftsstellen - nicht nur - für Senioren In Zeiten wie diesen heißt es für uns alle: Kurz innehalten, nachdenken, was kann/muss ich hinnehmen oder verändern, wem kann ich wie und wo helfen – und wo finde ich Hilfe? Konrad Stöckl von der Seniorenvertretung Laim hat eine Übersicht über Hilfs- und Informationsangebote zusammengestellt, die jedoch nicht nur für Senioren von Interesse sein dürfte.

Medizinische Hilfe
Personen, die in einem Corona-Risikogebiet waren und Symptome wie Fieber und / oder Atemweg... ...

» Weiterlesen

In Loam bin i dahoam: Laim ist ein Stadtteil von München und LAIM-online ist Stadtteilinformation pur - schnell, einfach und für Menschen gemacht, die im Münchner Westen leben, arbeiten oder zu Gast sind.

Branchen-Verzeichnis Laimer Firmen, wichtige Laimer Adressen und Rufnummern, Kleinanzeigen, interessante Lokalnachrichten mit Schwerpunkt Stadtbezirk 25, Forum zu Themen, die für Laim und Umgebung von Interesse sind, Veranstaltungskalender mit allen wichtigen Events und Terminen in Laim und dem Münchner Westen.
Mit 2 Mausklicks zu der von Ihnen benötigten Information. Technisch auf dem neuesten Stand und zugänglich auch für unsere sehbehinderten Besucher.

Hier kostenlos eintragen!

Werbung bei LAIM-online ab sofort kostenfrei!

Werbung bei LAIM-online ab sofort kostenfrei!COVID-19 stellt vor allem klein- und mittelständische Unternehmen vor beispiellose Herausforderungen. Neben schmerzhaften Auftragseinbußen und der Sorge um die Mitarbeiter ist es vor allem die fehlende Planbarkeit der nächsten Monate, die bei vielen Mittelständlern für graue Haare sorgen. Stationäre Händler, die keine Waren des täglichen Bedarfs verkaufen, müssen ihre Läden bis auf weiteres geschlossen halten - viele verzeichnen Umsatzrückgänge jenseits von gut und böse.

Deshalb ist virtuelle Präsenz und Reichweite von kleinen Unternehmen, Einzelhändlern und Gastronomen wichtiger den je.

LAIM-online hat sich entschlossen, alle Einträge Laimer Unternehmen und Organisationen kostenfrei zu stellen. Wenn Ihr Geschäft nicht in Laim, sondern im Laimer Dunstkreis angesiedelt ist (Hadern, Blumenau, Pasing, Sendling-Westpark etc.) - auch kein Thema. So wollen wir helfen, das Firmen im Münchner Westen ihren Bekanntheitsgrad steigern und wieder voll einsteigen können, sollte die Krise überstanden sein. Das betrifft bestehende Einträge ebenso wie neue - wenn Sie also bereits bei LAIM-online Werbung geschaltet haben, ist die ab sofort kostenfrei, es werden keine Rechnungen mehr ausgestellt.
Wenn Sie Werbung schalten möchten, brauchen wir Daraus bauen wir Ihren erweiterten Eintrag bei LAIM-online - bestehend aus 3 Werbe-Bannern und einem Eintrag im Adressverzeichnis unseres Portals. Wir hoffen, dass Sie damit die Aufmerksamkeit generieren können, dass Sie nach der Pandemie wieder voll durchstarten könne - immerhin haben wir weit über 3500 Aufrufe. Täglich - soziale Netzwerke nicht mitgerechnet.

Schicken Sie uns Ihre Daten einfach per Email herein! kostenlose-werbung@laim-online.de

Foto: Prateek Katyal

Appell des Münchner Oberbürgermeisters: Übernehmen Sie Verantwortung - für sich und andere

Appell des Münchner Oberbürgermeisters: Übernehmen Sie Verantwortung - für sich und andereOberbürgermeister Dieter Reiter fordert die Münchnerinnen und Münchner auf, sich an die Regelungen zu halten, die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erlassen wurden:

"Liebe Münchnerinnen und Münchner,

die Bundeskanzlerin hat gestern Abend wegen der Corona-Pandemie einen dramatischen Appell an alle Menschen in Deutschland gerichtet. Im Kern hat sie alle Bürgerinnen und Bürger darauf eingeschworen, die Maßnahmen der Regierungen auf allen Ebenen ernst zu nehmen und zu berücksichtigen. Insbesondere muss jeglicher persönliche Kontakt soweit irgend möglich vermieden werden. Persönliche Zuneigung, persönliche Rücksicht zeigt man in Zeiten der Corona-Krise gerade nicht durch enges Zusammenrücken, sondern durch Distanz.

Für München heißt das, dass Sie bitte die zahlreichen Vorschriften, die in den letzten Tagen erlassen wurden, auch einhalten. In Ihrem eigenen Interesse, aber auch ausdrücklich mit Rücksicht auf alle anderen Menschen. Ich bekomme viele Zuschriften, dass die öffentlichen Parks, die Grünanlagen oder die öffentlichen Plätze, Spielplätze - ja und auch die Isar – immer noch von sehr vielen Menschen auch in größeren Gruppen als Treffpunkt und Aufenthaltsort zur Freizeitgestaltung und zum Feiern genutzt werden. Ich bitte Sie alle eindringlich, dies ab sofort nicht mehr zu tun! Ein solches Verhalten ist – ich muss es so deutlich sagen - absolut unverantwortlich und führt den Sinn der Vorschriften – nämlich eben die Eindämmung der Pandemie – völlig ad absurdum. Bitte helfen Sie alle durch vernünftiges Verhalten mit, eine Weiterverbreitung des Virus zu verhindern. Es genügt nicht, dass sich nur andere daran halten. Jeder und jede ist gefragt und muss mithelfen!

Bleiben Sie wenn möglich zu Hause, halten Sie sich nicht in Gruppen auf und helfen Sie dadurch mit, die Verbreitung des Coronavirus zu bremsen. Denken Sie bitte an all die Menschen, die durch eine Erkrankung besonders gefährdet sind.

Überlegen Sie, ob es verantwortungsbewusst oder ein gutes Vorbild ist, wenn Ihre Kinder auf gesperrten Spielplätzen zusammen mit anderen Kindern spielen. Oder wenn in Gruppen gegrillt wird. Oder wenn am Flaucher ‚Corona-Parties‘ ‚gefeiert‘ werden.

München ist eine Stadt, die zusammenhält. Darauf sind wir zu Recht stolz. Aber zum Zusammenhalt gehört auch, und jetzt besonders, gegenseitiger Respekt und Rücksichtnahme. Bitte denken Sie an alle Münchnerinnen und Münchner, die Sie gefährden, wenn Sie die bestehenden Regelungen missachten.

Ich danke Ihnen allen sehr herzlich für Ihre Mithilfe, die auch dringend notwendig ist, um die bevorstehende schwere Zeit zu überstehen".

Foto: SPD München - Konrad Ferterer

ASZ Laim geschlossen, aber telefonisch erreichbar

ASZ Laim geschlossen, aber telefonisch erreichbarDie Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie und insbesondere die angekündigten Ausgangsbeschränkungen vom Freitag beeinträchtigen das öffentliche Leben sehr - gerade für ältere Menschen. Die gehören erwiesenermaßen zur Risikogruppe, zudem haben die meisten Einrichtungen geschlossen, in denen sich Seniorinnen und Senioren austauschen konnten.

So auch das Alten- und Servicezentrum Laim, welches bis auf Weiteres geschlossen ist.

Das ASZ-Team ist aber trotzdem für Sie da und erreichbar, und wird Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn Sie Hilfe oder Unterstützung benötigen.

Sie können sich im ASZ telefonisch melden, die Telefonnummer lautet: 089-575014. Sie erreichen das ASZ-Team von Montag bis Freitag von 09:00 – 12:00 Uhr und von Montag bis Donnerstag 13:00 – 16:00 Uhr.

Hilfsangebot beim Pfarrverband Laim - Helfen Sie mit!

Hilfsangebot beim Pfarrverband Laim - Helfen Sie mit!Aus aktuellem Anlass wird beim Pfarrverband Laim aus ehrenamtlichen Helfern und Mitgliedern des Seelsorger-Teams ein Einkaufsdienst aufgebaut. Der soll sicherstellen, dass Menschen mit Artikeln des täglichen Bedarfs und/oder Medikamenten versorgt werden, die selbst gerade ihre Wohnung nicht verlassen können.

Das Hilfsangebot kann nur im Umfeld der jeweiligen Pfarreien angeboten und wahrgenommen werden. Die Helfer können und weder Zigaretten noch Alkohol besorgen und Medikamente nur gegen ein gültiges Rezept. Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs werden nach Möglichkeit in normalen Mengen und noch am selben Tag besorgt. Bitte halten Sie einen Einkaufszettel und das benötigte Geld bereit – für die Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit der Helfer/innen bürgt der Pfarrverband Laim.

Das Angebot ist kostenlos und überkonfessionell!

Bitte melden Sie sich, wenn Sie Hilfe benötigen, jemand kennen, der auf Hilfe angewiesen ist oder wenn Sie selbst Ihre Unterstützung für die Aktion anbieten wollen!

Tel.: 089/54 72 71-3 (Di-Fr 10-12 Uhr oder Anrufbeantworter) oder pv-laim@ebmuc.de.

Foto: Oleg Magni

Maifest der Laimer Maibaumfreunde abgesagt

Maifest der Laimer Maibaumfreunde abgesagtEs war zu erwarten, dennoch trifft es alle Freunde des Brauchtums in unserem Stadtteil hart. Das Maifest, welches seit 2006 von den Laimer Maibaumfreunden ausgerichtet wird, kann mit allen dazugehörigen Auftritten und Veranstaltungen aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie nicht stattfinden. Das ist um so schmerzlicher, weil für dieses Jahr wieder das Aufstellen eines Maibaums geplant war - das Stangerl ist bereits geschlagen und wartet am Tegernsee auf seine weitere Verwendung.

Die Laimer Maibaumfreunde steckten schon mitten in den Vorbereitungen, haben akribisch geplant, mit viel Herzblut jede Menge Vorleistungen erbracht, Verträge mit Künstlern, Lieferanten und Handwerkern geschlossen. Auch der Laimer BA hatte bereits großzügige Zuschüsse bewilligt. All das muss nun abgewickelt werden - und die Laimer Maibaumfreunde werden auf vielen Kosten sitzen bleiben.

"Wir werden unseren Maibaum trotzdem zu einem späteren Zeitpunkt aufstellen, insofern uns das gestattet wird." so Günter Kern, 2. Vorstand des Maibaumvereins. "Allerdings können wir das dann wohl nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne Festaktivitäten mit unserem Maibaumteam durchführen. Wir müssen die nächsten Wochen oder sogar Monate abwarten und beobachten, wie sich die Lage weiterentwickelt und wir tätig werden dürfen."

An dieser Stelle sollte die Stadt München vielleicht ihre Vorschriften und Regularien überdenken. Warum kein Maifest im August - vorausgesetzt, dass sich die Situation bis dahin entspannt hat?

Die Laimer Maibaumfreunde hoffen auf Verständnis in der Bevölkerung und wünschen allen, dass sich die Lage bald wieder beruhigt und Feste und Feierlichkeiten wieder stattfinden können. Bis dahin ist der Verein wie bisher auch aber jetzt ganz besonders auf Spenden angewiesen. Alle Firmen und Institutionen, die einen Betrag ab 150,- Euro aufwärts und alle Bürgerinnen und Bürger, die einen Betrag ab 100,--€ aufwärts spenden, können namentlich, wenn dies gewünscht ist, auf einer Spendertafel am künftigen Maibaum genannt werden.

Bitte spenden Sie zur Unterstützung des Laimer Maibaumvereins auf folgendes Konto:

Stadtsparkasse München
IBAN: DE03 7015 0000 0087 2167 92
BIC: SSKMDEMM
Verwendungszweck: Maibaum

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Günter Kern unter Tel: 0176/56917035 oder per E-Mail an info@laimer-maibaumfreunde.de.

Helfen in der Krise

Helfen in der KriseNeben den offiziellen Anlaufstellen bei der Stadt und bei karitativen Organisationen gibt es vermehrt spontane Hilfsangebote, die sich zum Ziel gesetzt haben, insbesondere älteren Menschen bei Dingen des täglichen Bedarfs unter die Arme zu greifen.

So können Münchner Seniorinnen und Senioren, die bekanntermaßen zur Corona-Risikogruppe zählen, über die Website muenchner-freiwillige.de oder über die Hotline 089-46132983 Hilfe und Unterstützung anfordern, beispielsweise für den Lebensmittel-Einkauf, bei der Besorgung von Drogerie- und Hygieneartikeln, bei der Beschaffung von Medizin oder anderen Besorgungswegen - wie z.B. der Gang zum Postamt. I.d.R. meldet sich innerhalb von 24 Stunden ein/e Helfer/in, um Details zu besprechen.

Achtung: Medizinische Hilfe oder Personentransporte können über die o.g. Plattform NICHT abgerufen werden!

Auch wenn Sie spontan helfen möchten, können Sie Ihre Dienste unter der o.g. Adresse anbieten.

Wichtige Information zum aktuellen Geschehen

Wichtige Information zum aktuellen GeschehenAufgrund der Coronavirus-Pandemie bleiben ab Montag, den 16. März Kindergärten, Kitas und Schulen in Bayern geschlossen. Zunächst gilt die Maßnahme bis zum Beginn der Osterferien am 6. April. Zuvor waren bereits zahlreiche größere und kleinere Veranstaltungen, Messen und Konzerte abgesagt worden.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits am Donnerstag landesweite Schulschließungen in Bayern angekündigt, um Infektionsverläufe wie in Italien zu verhindern.

Bayernweit sind bislang knapp 900 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, die genauen Zahlen sowie die Verbreitungsgebiete können beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit abgerufen werden.

Tagesaktuelle Informationen zum Coronavirus, zur weiteren Entwicklung und zu den getroffenen Maßnahmen gibt es auf den Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit.


Update 16.03.2020:
Seit heute morgen 8:00 sind u.a. die bayerischen Grenzen dicht. Ausschließlich Warenverkehr und dringende, beruflich bedingte Grenzüberquerungen sind möglich. Gegen 10:00 ist eine Pressekonferenz mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, Innenminister Joachim Herrmann und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger geplant. Bereits gestern hatte Söder angekündigt, den Katastrophenfall auszurufen, was weitere drastische Einschränkungen des öffentlichen Lebens nach sich ziehen wird. Zudem ermöglicht diese Maßnahme, die Federführung aller zur Verfügung stehenden Mittel zentral zu bündeln, um beispielsweise die Bundeswehr mit ihrer Logistik und ihren Krankenhäusern in die Krisenpläne einzubeziehen. Zudem werden wohl ab Mittwoch alle Geschäfte schließen müssen, die nicht mit Waren des täglichen Bedarfs handeln. Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Banken und Tankstellen bleiben demnach weiterhin geöffnet.

Wir halten Sie weiter auf dem Laufenden. Bleiben Sie gesund!

Alte Heimat - Spatenstich der Neubauabschnitte 1 und 2

Alte Heimat - Spatenstich der Neubauabschnitte 1 und 2Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOFAG verwaltet die Anfang der 1960er Jahre errichtete Stiftungsimmobilie "Alte Heimat" in Laim im Auftrag des Kommunalreferats. Nach der Sanierung der Bestandsgebäude mit 363 Wohneinheiten erfolgt nun die Realisierung von drei zusätzlichen Gebäuden der Neubauabschnitte 1 und 2 auf freien Baufeldern mit 88 barrierefreien Wohnungen und einer sechsgruppigen Kita. Der Spatenstich am Dienstag,10. März, symbolisiert den Startschuss für die Neubauabschnitte 1 und 2.

Mit der Erteilung des Projektauftrages durch den Münchner Stadtrat im Februar 2020 ist darüber hinaus nun der Weg geebnet für weitere Neubauten der Bauabschnitte 3 und 4. Nach dem Abbruch von sieben Bestandsgebäuden entstehen dort rund weitere 263 barrierefreie Wohneinheiten, davon werden 101 familiengerecht gestaltet. Errichtet werden dafür fünf siebengeschossige Neubauten an der Zschokkestraße sowie zwei östlich und westlich flankierende fünfgeschossige Neubauten.

Die Alte Heimat in Laim wird damit um insgesamt 351 neue Wohneinheiten ausgebaut, um noch mehr Münchnerinnen und Münchnern dort in günstigen Wohnungen unterbringen zu können. Es wird viel Wert darauf gelegt, die Anlage weiterhin großzügig zu gestalten, mit vielen Grün- und Freiflächen. So entsteht eine attraktive Wohnanlage, in der sich neue und alte Mieterinnen und Mieter gleichermaßen wohlfühlen werden. Besonders wichtig ist außerdem der barrierefreie Neubau der Wohnungen, welche insbesondere für Ältere und Pflegebedürftige geeignet sein müssen. Das Bauvorhaben sichert günstigen Mietraum für sozial bedürftige Menschen.

Foto: GEWOFAG

Cuba Cars - Fotoausstellung Josef Stöger

Cuba Cars - Fotoausstellung Josef StögerAchtung! Aufgrund der Corona-Gefahr fällt die Vernissage am 26. März leider aus! Im ASZ Laim verkehren überwiegend Senioren, die durch größere Menschenansammlungen unnötig in Gefahr gebracht würden. Natürlich kann die Ausstellung einzeln besucht werden.

Kuba hatte schon immer seinen besonderen Reiz. Zahlreiche Künstler, Abenteurer und Lebemänner hat die Karibikinsel in den Bann gezogen und nicht wieder losgelassen. Auch die politischen Wirren in den 50er Jahren und die Regentschaft Fidel Castros konnten daran nichts ändern - im Gegenteil: Der kubanische Weg hat für viele immer noch seinen Reiz und ein Besuch auf der Insel weckt nostalgische Gefühle.

Das liegt sicher am reichhaltigen kulturellen Erbe auf der Insel und der feurigen Salsa-Musik, die aus den unzähligen Tavernen der kubanischen Hauptstadt dringt. Dann wäre da noch der Havanna-Rum, auf den Hemingway versessen war und der weltweit einen geradezu legendären Ruf genießt. Vor allem aber begeistern die vielen amerikanischen Straßenkreuzer, die aus Ermangelung an Neufahrzeugen noch immer auf Kubas Straßen unterwegs sind.

Der Laimer Fotograf Josef Stöger hat die Insel 2014 bereist und hunderte dieser Exoten fotografiert, von denen einige auf deutschen Automärkten durchaus respektable Preise erzielen würden. Zumal viele der alten Autos von ihren Besitzern liebevoll gepflegt werden und in einem erstaunlich guten Zustand sind. So haben sich auf Kuba Automarken erhalten, über die die Geschichte anderenorts schon längst den Mantel des Vergessens gebreitet hat: Studebaker, Tucker, Packard, Buick und wie sie alle heißen.

Erlebens Sie die Hauptstadt Havanna und die gesamte Insel einmal aus einer ganz anderen Perspektive. In der Fotoausstellung "Kuba" zeigt Josef Stöger, was alles auf kubanischen Straßen unterwegs ist. Er portraitiert lebensfrohe Menschen, farbenprächtige Altautos und Häuserzeilen, denen Patina und fehlender Putz erst seinen ganz besonderen Reiz verleiht. Und Che Guevara schaut versonnen von vielen Fassaden herab.

Ausstellung vom 26. März bis 5. Juli 2020 im ASZ Laim

Nein zur Bebauung des Landschaftsparks West - politischer Spaziergang am 3. März

Nein zur Bebauung des Landschaftsparks West - politischer Spaziergang am 3. MärzDie Bestrebungen zur Nachverdichtung im Münchner Westen und die damit einhergehende Bebauung und Versiegelung von Grünflächen ist vielen Laimer Bürgerinnen und Bürgern ein Dorn im Auge - und ständiger Zankapfel in den städtischen Gremien. Seit Jahren gibt es unterschiedliche Bürgerinitiativen, die sich diesem Thema widmen - doch der Tenor ist bei allen gleich: Sie fühlen sich weder gehört noch in die Planungsprozesse eingebunden. Auch die aktuelle LAIM-online-Umfrage kommt da zu einem eindeutigen Ergebnis.

Im Augenblick wird seitens der Stadt "laut darüber nachgedacht", eine Bebauung der Flächen der Baumschule an der Willibaldstraße und der angrenzenden Grünflächen "zu prüfen". "Machbarkeitsstudie" heißt so etwas und das lässt Anwohner und Umweltschützer aufhorchen. Und weil die nicht schon wieder und wie in vielen anderen Fällen vor vollendete Tatsachen gestellt werden möchten, will die Bürgerinitiative "Landschaftspark West" gleich von Anfang an Zeichen setzen, Druck machen und in den involvierten kommunalen Behörden unangenehme Fragen stellen.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative stehen nicht alleine da. Rund 1600 Unterschriften haben sie Anfang Februar in einer spontanen Aktion gesammelt und im Bezirksausschuss übergeben. BA-Chef Mögele soll die Unterschriftenliste nun an OB Reiter weiterleiten.

Die Bürgerinitiative "Landschaftspark West" hat klare Vorstellungen davon, wie es im Laimer Westen weitergehen soll - nämlich gar nicht. "Nein zur Bebauung des Landschaftsparks West" ist das Credo und die Initiatoren führen gute Gründe an, die dafür sprechen, das Areal in seiner jetzigen Form zu erhalten. Denn die Baumschule selbst, aber auch die angrenzenden Grünflächen sowie der vorhandene Baumbestand haben für ein großes Einzugsgebiet einen immensen biologischen und sozialen Nutzen. Der "Landschaftspark WestFolgerichtig fordert die Bürgerinitiative "Landschaftspark West" ein Bekenntnis der Stadt München zu mehr Natur- und Klimaschutz, den Verzicht auf Flächenversiegelung und deshalb keine Bebauung der Baumschule und der angrenzenden Grünflächen.

Am "Tag der Artenvielfalt" am 3. März plant die Bürgerinitiative "Landschaftspark West" einen politischen Spaziergang durch das Areal zwischen Senftenauer-, Willibald- und Gotthardstraße. Treffpunkt ist gegen 16:30 Uhr am Eingang der Baumschule neben der Bushaltestelle beim Abenteuerspielplatz Ecke Willibald- /Senftenauerstraße. Eingeladen sind neben Vertreter der politischen Fraktionen alle interessierten Bürger/innen, die sich über den Landschaftspark West und die Auswirkungen einer möglichen Bebauung informieren möchten. Zugesagt haben bereits Vertreter des BUND Naturschutzes und des Landesbundes für Vogelschutz, die auf Ihre Fragen zur ökologischen Bedeutung des Landschaftsparks Antworten geben werden.

Weitere Informationen zum Landschaftsparks West gibt es auf der Homepage der Initiative.

Politischer Kitsch. Eine deutsche Spezialität

Politischer Kitsch. Eine deutsche SpezialitätDer Leitspruch des Philosophen Alexanders Grau könnte sein: Wer sich nicht von der herrschenden Zeitmeinung tyrannisieren lässt, entdeckt Dinge, die vielen verborgen bleiben.

Jahrhunderte lang war der Gedankenreichtum der Bibel, Ideengeber für die geistige Auseinandersetzung der Zeit. Heute bestimmt dieser geistige Schatz selten die Debatten. Alexander Grau hingegen beruft sich auf ihn. Sein kleines aber auch hochkarätige Bändchen wurde als Streitschrift bezeichnet. Es ist aber auch ein Essay, denn Grau besitzt die Fähigkeit, Sprache sehr reich zu machen.

So findet er unbekannte Zitate, die sehr aussagekräftig sind. Jedem Begriff wird Farbe aufgesetzt und so das Wichtigste der Dinge, welches meist aus mehrere Seiten besteht, sichtbar gemacht.

Sein Angriffsziel in dem Buch über den politischen Kitsch ist vorrangig die zur Schau getragene Empfindsamkeit. Vorhandene Konflikte werden in ein Deutungsschema gepresst und nur eindimensional gesehen. Dieses Deutungsschema leistet aber keinen Beitrag zur Lösung der Probleme, denn nur der, der seine Sicht auf die Dinge immer wieder hinterfragt und auf Fehler sucht, die man korrigieren kann, kommt der Wahrheit am nächsten.

Kitsch ist nicht per se schlecht. Ein kitschiger Schlager kann zum Beispiel auch Trost spenden. Gefährlich wird Kitsch als moralischer oder politischer Kitsch, weil er das Denken unterbindet, und in der Politik sollte man denken, meint Grau. Nach ihm entsteht kitschiges Denken überall dort, wo die Realität überformt und nicht in seiner Faktizität wahrgenommen wird.

In einem Interview für das Münchner Sonntagsblatt wird er sehr deutlich. "Das kitschige Politbewusstsein kann mit anderen Meinungen im Grunde nicht umgehen. Ein Rationalist kann hinnehmen, dass es andere Argumente gibt, aber emotionalisierten Menschen fällt es schwer, andere Gefühle zu akzeptieren. Das kennen wir schon aus dem Privatleben." Manches Vorgetragene reizt zum Widerspruch, wenn er z.B. behauptet, dass man in Deutschland in Ideen und nicht in die Wirklichkeit verliebt ist.

In der kurzen Abhandlung werden sehr klar Fehlentwicklungen aufgezeigt. Das Buch ist auch ein einziger Appell Kants Ratschlag "Sapere aude (Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen)", zu beherzigen.

Die Wahrheit war und ist in allen Zeiten unbequem. Friedrich von Spees Streitschrift "Cautio criminalis", die sich gegen den Hexenwahn wandte, konnte 1631 nur anonym erscheinen.

Alexander Graus Buch ist im evangelischen Claudius Verlag erschienen. Grau hat beneidenswert gut formuliert. Er nimmt Signale auf, die an anderen vorbeirauschen und hat es verdient, dass man sich mit seinen Thesen beschäftigt.

Eckhard Krause

Eckhard KrauseAlexander Grau: Politischer Kitsch. Eine deutsche Spezialität
Claudius, München 2019
Preis: 14,00 €
ISBN: 978-3-532-62830-0

Eckhard Krause ist Laimer Diplom-Bibliothekar im Ruhestand und Laimer Bücherwurm. Geboren in Sachsen und aufgewachsen in Ostfriesland kam er in Zeiten des kalten Krieges nach Westdeutschland und lebt nunmehr seit fast 50 Jahren in Laim. Aufmerksam beobachtet er Entwicklungen und Strömungen in Gesellschaft und Literatur.

Zeus von Laim, hilf!

Zeus von Laim, hilf!Beim Zeus von Laim! Mit dem Verkauf des Laimer Schlössls an einen Privatinvestor wurde 2018 die letzte Chance, ein bauhistorisches Denkmal für die Allgemeinheit zu erhalten, fahrlässig vergeben. Für die Ausübung eines Vorkaufrechts sehen weder Kultusministerium noch Stadt einen "begründeten Tatbestand".

Das wirft doch einige Zweifel an der Bewertung dieser Immobilie auf. Handelt es sich doch in seinem baulichen Ursprung von 1716 immerhin um ein Landgut Kurfürst Max Emanuels und um eines der letzten historischen Gebäude des ursprünglichen Dorfkerns rund um den Laimer Anger.

Richtig interessant wird die Baugeschichte aber erst im 20. Jahrhundert, als Theodor Fischer 1902 das Anwesen erwirbt und zu seinem Wohnhaus umbaut. Im benachbarten Pixis-Haus bringt er sein Büro unter. Hier trifft sich alles, was in der Architekturszene Rang und Namen hat, selbst Le Corbusier bewirbt sich im Büro um eine Stelle. Als Leiter des Stadterweiterungsbüros und Professor für Baukunst prägt Theodor Fischer, als "Zeus von Laim" wie ihn seine Studenten nennen, das Stadtbild Münchens bis heute.

Mit einer öffentlichen Nutzung des Laimer Schlössls und dessen Gartenanlage hätte man neben dem Interim einen weiteren Kulturraum für das nicht gerade kulturverwöhnte Laim gewinnen können.

Die Seidlvilla in Schwabing oder der Mohr-Villa in Freimann sind wunderbare Vorbilder, wie so etwas gelingen kann, beide sind im Besitz der Landeshauptstadt. Gab es hierfür "begründeten Tatbestände"?

Bis heute blieben das langgestreckte, elegant-zurückhaltende Gebäude weitgehend von entstellenden Anbauten und Luxussanierung verschont. Sowohl Schlössl, als auch Garten sind in die Denkmalliste eingetragen. Jeder Käufer wusste, auf was er sich einlässt.

Mit dem jetzt beantragten Garagenbau von 15 m Länge und 6 m Breite und der noch einmal mindestens ebenso großen Erschließungsfläche vor den Garagen wird der Garten weitgehend zerstört.

Man kann gespannt sein, ob auch in diesem Fall Baukultur und Stadtgestalt geopfert werden. Die Genehmigungsbehörden versuchen gerichtliche Auseinandersetzung mit den mächtigen "Entwicklern" weitgehend zu vermeiden.

Nicht mehr die Stadtbaukunst sondern juristische Spitzfindigkeiten prägen derzeit die Gestalt unserer Stadt.

Luxuswohnungen im historischen Ambiente mit Garagenhof im Schlösslpark? - Zeus von Laim, hilf!

Brigitte Püls, München

Hinweis: Als "Zeus von Laim" ist der Städtebauer und Architekt Theodor Fischer in die Geschichte eingegangen. Und ganz besonders in unserem Stadtteil hat er seine Spuren hinterlassen. So entwickelte er die Pläne für das reduziert historisierende Wohnhausensemble in der Stadtlohner Straße, welches 1909–11 von der Münchner Terraingesellschaft Neuwestend AG gebaut wurde. Auch die pittoreske Klein-Wohnhaus-Kolonie in der Gunzenlehstraße entwarf der Architekt, der immer auch das soziale Miteinander im Blick hatte. Neben dem heutigen McDonalds Eckhaus in der Agnes-Bernauer-Straße und verschiedenen Bürgerhäusern in der Perhamerstraße bewundern Architekturliebhaber verschiedene Einzelvillen in der Gartenstadt Laim, beispielsweise am Agnes Bernauer Platz. Aber selbst Umbauten am heutigen INTERIM, an der St. Ulrichskirche und am Laimer Schlössl hat Fischer maßgeblich geprägt - dort wohnte er bis zu seinem Tod im Jahre 1938.
Natürlich tragen auch andere Bauten in und um München seine Handschrift, z.B. die Gebsattelbrücke in der Au oder das Bismarckmonument bei Assenhausen am Starnberger See.

Stadtrat-CSU macht Druck für den Weiterbau der U-Bahn nach Freiham und Germering

Stadtrat-CSU macht Druck für den Weiterbau der U-Bahn nach Freiham und GermeringIm Münchner Westen wird gebaut, was das Zeug hält, in Freiham wird ein völlig neues Quartier in der Größe einer mittleren Kleinstadt aus dem Boden gestampft. Das ist gut, denn irgendwo müssen die Leute ja unterkommen - und so werden in Freiham, wenn alles fertig ist, knapp 30.000 Neu-Münchner wohnen. Auch werden dort durch verschiedene Firmenansiedlungen rund 15.000 Arbeitsplätze entstehen.

Ein schlüssiges Verkehrskonzept hingegen lässt nach wie vor auf sich warten. Und so stellen sich viele die Frage, wie diese Menschen zur Arbeit kommen - und wieder zurück. Mit Blick auf den Klimawandel kann der Individualverkehr mit dem eigenen Auto nicht die Lösung sein, zumal die Zubringer (A96, A99, B2, Bodenseestraße) schon heute chronisch überlastet sind. Und Busse stehen bekanntermaßen genau so im Stau wie alle anderen Kraftfahrzeuge. Eine angedachte Straßenbahnlinie wird die zu erwartenden Menschenmassen kaum bewältigen können.

Der U-Bahn-Weiterbau vom Laimer Platz bis nach Pasing ist immerhin schon beschlossene Sache, die CSU im Münchner Stadtrat macht nun Druck für die dringend notwendige weitere Verlängerung nach Freiham und auch wenn es Zukunftsmusik ist: bis nach Germering.

So wird OB Reiter in einem Antrag gebeten, baldmöglichst mit der Großen Kreisstadt Germering Kontakt aufzunehmen - um die Trassenführung der U5 frühzeitig in den zuständigen Gremien zu besprechen. Bereits im Vorfeld und unabhängig von einer konkreten U-Bahn-Verlängerung soll eine P&R-Anlage im Bereich der A99 (Westseite) in Betrieb genommen werden.

Darüber hinaus sollen alle Baumaßnahmen gestrafft und beschleunigt werden. So sollen alle zu errichtenden Bahnhöfe an der Streckenführung parallel gebaut werden und nicht wie üblich nacheinander. Zudem sollen sich mehrere Tunnelbaumaschinen aus beiden Richtungen durch das Erdreich bohren - auch dadurch versprechen sich die CSU-Stadträte eine enorme Beschleunigung des Bauvorhabens.

Zudem erfordere die schnelle Fertigstellung der U-Bahn zwischen Pasing und Freiham zusätzliches Personal, um die verschiedenen Planungsabschnitte parallel planen zu können. So soll das Baureferat beauftragt werden, nicht nur personelle Ressourcen für die weitere Vorplanung zu beantragen, sondern auch für die Planfeststellung - unter der Maßgabe, dass das Planfeststellungsverfahren für die gesamte Strecke zeitgleich erfolgt.

Außerdem wird gefordert, dass in Freiham ÖPNV und Wohnungsbau Hand in Hand gehen müssen. So soll der zweite Bauabschnitt in Freiham erst umgesetzt werden, wenn das bis dahin entstandene Wohngebiet mit dem ÖPNV vollends erschlossen ist und die U5 den Fahrbetrieb aufgenommen hat.

Foto: ©MVV GmbH

Lesen Sie auch:
Gesamtkonzept für Münchens Mobilität der Zukunft

Moschee am Westpark? Anwohner wollen sich nicht vor den Rechts-Links-Karren spannen lassen

Moschee am Westpark? Anwohner wollen sich nicht vor den Rechts-Links-Karren spannen lassen"Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii..." schmetterte Petra Föhr den Demonstranten entgegen, die Mitte Januar am Eck Edelsbergstraße und Säulingstraße aufeinander trafen. Dort hatten sich Gegner und Befürworter eines Moscheebaus versammelt, die sich lauthals über die jeweilige Gegenseite echauffierten. Ein Riesen-Aufgebot Münchner Polizei wachte mit Argusaugen darüber, dass die Lage nicht eskaliert - denn neben rund 40 Befürwortern waren auch ein paar Pegida-Leute anwesend.

Petra Föhr war lauter als alle zusammen - dennoch standen sie und ein paar weitere Anwohner der Siedlung im wahrsten Sinne des Wortes zwischen den Fronten.

Und das beschreibt das ganze Dilemma: Kaum einer der Demonstranten, die am 14. Januar aufgelaufen sind, wohnt in der Siedlung zwischen Pfrontener Platz und Mittlerem Ring. Doch alle haben eine ganz klare Meinung zum Bau eines islamischen Kulturzentrums an der Edelsbergstraße - dafür oder dagegen, schwarz oder weiß. Nachdenkliche Töne werden nicht zugelassen und die Anwohner fühlen sich von sämtlichen politischen Gremien alleine gelassen.

Im Bezirksausschuss habe man sich bereits zu Wort gemeldet, so ein Anwohner. Die Bedenken seien vom Tisch gewischt worden und man habe das Gefühl, "dass das Moscheeprojekt einfach durchgewunken werden soll".

Dabei geht es den Bewohnern der Siedlung gar nicht um "Glaubensfragen", sondern darum, dass die bis jetzt bekannten Baupläne den Schluss zulassen, dass ein unbeschreibliches Verkehrschaos zu erwarten ist - sollte das islamische Kulturzentrum jemals gebaut werden.

Was ist der Stand der Dinge? Die an der Edelsbergstraße ansässige bayerische Pflegeakademie hat ein Grundstück verkauft. Dort soll nach dem Willen der neuen Eigentümer das Kulturzentrum des islamischen Vereins Hidaje e.V. hochgezogen werden. Zweistöckig - mit einer großen Kuppel (wir berichteten). Der Verein war bislang an einem Gewerbegebiet in Moosach ansässig - die Räumlichkeiten dort seien nicht mehr zeitgemäß und nicht mehr ausreichend. So möchte die Gemeinde an den Westpark übersiedeln.

Dort sind gerade einmal 3 (!) Stellplätze für PKW geplant. Der Verein hat im Augenblick rund 380 Mitglieder - wenn nur die Hälfte der Gläubigen zum Gebet oder zu kulturellen Veranstaltungen eintrifft, ist die Siedlung dicht - auch und gerade am Wochenende. Weder gibt es geeignete Zufahrtstraßen, noch ausreichend Parkflächen - sollte zeitgleich eine Veranstaltung im nahen Audi-Dome stattfinden, wäre das Chaos perfekt. Der gesamte Verkehr wird sich in die Siedlung neben der Westendstraße ergießen. Hinzu kommt, dass viele der Anwohner der Überzeugung sind, dass sich das geplante Gebäude nicht in die Umgebung einfügt.

"Die Besucher werden aus ganz München anreisen. Und die kommen ganz bestimmt nicht mit dem ÖPNV - abgesehen vom 63er Bus gibt es den nämlich hier nicht." so Petra Föhr. Für 5 Gebetszeiten pro Tag ist mit An- und Abfahrten zu rechnen, kulturelle Veranstaltungen, Seminare und Schulungen gar nicht mit eingerechnet. Die Anwohner befürchten, dass ihre Siedlung einen Verkehrskollaps erlebt. "Dort könnte auch ein Supermarkt gebaut werden - das Problem wäre dasselbe!" schimpft eine Anwohnerin und ärgert sich maßlos darüber, von einigen Demonstranten in die "braune Ecke" gestellt zu werden.

Die Anwohner der beschaulichen Siedlung haben ein berechtigtes Anliegen und fühlen sich übergangen. Die Stadtpolitik sollte sich tunlichst mit den Menschen ins Benehmen setzen, ihnen zuhören, Lösungen suchen - und nicht Entscheidungen über die Köpfe der Leute hinweg treffen. Die Kommunalwahlen stehen vor der Tür. Und nach denen gibt es dann wieder jede Menge Sondersendungen, Talkshows und Brennpunkte, bei denen sich wieder alle mit großen Augen wundern wie es möglich sein konnte, dass die blaue Partei derartige Zuwächse verzeichnet. Genau deswegen.

Foto: Petra Föhr

Gegen Gentrifizierung, Flächenversiegelung und Investorenarchitektur: Plakataktion am Baustellenzaun

Gegen Gentrifizierung, Flächenversiegelung und Investorenarchitektur: Plakataktion am BaustellenzaunLange Zeit galt Laim als eine der verschlafensten Ecken Münchens. Bestehend aus ein paar Wohnblocks an der Landsberger- und Fürstenrieder Straße. Nix los da. Gentrifizierung? Mietenwahnsinn? Das waren die Schlagzeilen, die aus Schwabing, Haidhausen und aus dem Glockenbachviertel herüberkamen - unseren Stadtteil fanden sogar viele Laimer selbst derart langweilig, dass man sich außen vor glaubte und es sich gemütlich machte.

Das war einmal. Inzwischen sind sowohl die Gartenquartiere als auch die ödesten Wohnblöcke in den Fokus von Investoren und Gewinnsanierern geraten und das bekommen immer mehr Laimer am eigenen Leib zu spüren. Nun ziehen auch die Mieten in diesem Stadtteil spürbar an und viele Bewohner sind am Überlegen, ob sie sich das in den nächsten Jahren noch werden leisten können. Und in den grünen Seitenstraßen wird mit standardisierter Investorenarchitektur nachverdichtet auf Teufel komm raus.

Ensembleschutz? Denkmalschutz? Baumschutz? Damit beschäftigen sich die Anwälte der Bauherren. Und dank denen und der eklatanten Wohnungsnot in München wird bei Klagen meist in derem Sinne entschieden - ganz so, als ob man mit dem Zubetonieren der Gartenstädte das Wohnungsproblem lösen könnte. Und so wachsen in den pittoresken Gartenstädten abseits der großen Straßen immer mehr Apartmentblocks aus dem Boden, die bis hart an die Grundstücksgrenze reichen - jeder Quadratzentimeter wird zur Wohnfläche und zur Renditemaximierung genutzt. Omas Rentenhäuschen muss der Abrißbirne weichen - und mit ihm meist alter Baumbestand, blühende Obstgärten und eine Pflanzenwelt, die in München sehr selten geworden ist.

Dagegen formiert sich Widerstand. Nicht erst seit gestern, aber die Stimmen scheinen lauter zu werden - und es melden sich auch immer mehr Anrainer zu Wort, die nicht unmittelbar von den um sich greifenden Baumaßnahmen betroffen sind. Im Augenblick können aufmerksame Spaziergänger in Laim Bürgerproteste verfolgen, die sich in Form von Plakaten direkt an den jeweiligen Baustellen an die Betrachter wenden: "Hier entsteht unbezahlbarer Wohnraum für Sie", "Hier entstehen die neuen Alptraum-Villen", "Käfigzaun und Stachelhecke, da graut´s der Biene und der Schrecke", "Sag mir wo die Bäume sind" heißen die kreativen Slogans, die auf die Probleme aufmerksam machen sollen, die mit der zügellosen Nachverdichtung in Laim einhergehen.

Immer mehr Laimer empfinden es als persönlichen Affront, wie im Stadtteil mit Grünflächen und Gärten umgegangen wird - und wollen es das nicht mehr gefallen lassen. Von der Stadt wünscht man sich schon lange deutliche Reaktionen auf die ungezügelte Bauwut - oftmals vergeblich. Zu langsam, zu zaghaft, zu investorenorientiert agieren die städtischen Stellen in den Augen vieler Laimer, insbesondere der angestammten Bewohner der grünen Areale zwischen Laim und Hadern. Und so stehen gleich mehrere Straßenzüge auf der Agenda der protestierenden Bürgerinnen und Bürger: Die Baumschule zwischen Gotthard-, Willibald- und Senftenauer Straße, die Grünfläche zwischen Queri-, Geßler- und Geigerstraße und viele weitere Straßen in Laim, in die die Baumaschinen der Investoren einfahren um Betonklötze zu errichten, mit denen die Renditen der Unternehmen maximiert werden sollen.

Nutzen Sie doch die anstehenden Feiertage, um sich bei einem Spaziergang durch Laim und Kleinhadern die Plakate an den vielen Baustellen anzuschauen.

Foto: Margit Huber

Lesen Sie auch:
Gentrifizierung und Investorenarchitektur - Bürgerinitiativen machen sich für den Erhalt Münchner Gartenstädte stark
Wo bleibt der Denkmal- und Ensembleschutz?

 Eventfotograf Jürgen Heuser

Quick Info

» Notrufliste
» Apotheken-Notdienst
» Geldautomaten
» Glascontainer

Umfrage

» Nachverdichtung in Laim: Notwendig oder unverzeihliche Bausünde?

Termine/Veranstaltungen

So Mo Di Mi Do Fr Sa
      1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30    

» 03.04. Der bewegte Mensch
» 03.04. Ausstellung Cuba Cars
» 03.04. Englisch für Fortgeschrittene 1
» 03.04. Laimeria Mittagstisch
» 03.04. Theater für Kinder (6-8 Jahre)
» 05.04. Kasperltheater im Interim
» 05.04. Kretische Tänze
» 06.04. Englisch für Fortgeschrittene 2
» 06.04. Frauenfrühstück
» 06.04. Qigong
» 06.04. Laimeria Mittagstisch
» 06.04. Strickkastl
» 06.04. Lust auf Lieder
» 06.04. Zwergerltanz I (4-6 Jahre)
» 06.04. Zwergerltanz II
» 06.04. Kreativer Kindertanz (7-9 Jahre)
» 06.04. Boogie-Crazy-Hoppers
» 07.04. Feldenkrais
» 07.04. Laimeria Mittagstisch
» 07.04. Ballett (4-7 Jahre)
» 07.04. Jazztanz (8-12 Jahre)
» 07.04. Wild Horse City Dancers
» 07.04. Laimer Kammertonjäger
» 08.04. Laimeria Mittagstisch
» 08.04. Dialogcafé
» 08.04. Die Kunst, gemeinsam zu tanzen
» 09.04. Arbeiten mit Ton
» 09.04. Wirbelsäulengymnastik
» 09.04. Laimeria Mittagstisch
» 09.04. Schafkopf spielen
» 09.04. Vorlesen mit den Lesefüchsen
» 09.04. Eltern-Kind-Kreativer-Tanz (ab Laufalter)
» Kalender
» Alle 1404 Termine

BONERT Alten- und Krankenpflege GmbH

Lokalnachrichten

Gratis-Toilettenpapier für Laim!

Update: Natürlich haben Sie sofort erkannt, dass wir Sie mit der gestrigen "Klopa...
» Weiterlesen

Stadt richtet Spendenkonto für Helfer ein

Viele Organisationen und Projekte engagieren sich in der Corona-Krise für Mensche...
» Weiterlesen

LaimKauftEinFürDaheim - Eine Aktion des SV Laim

Liebe Laimer Freunde!

Auch wenn der Coronavirus derzeit so ziemlich alles auf den Kopf ...
» Weiterlesen

Soziale Unterstützung in Zeiten der Corona-Krise

Informationssammlung von REGSAM (Regionale Netzwerk für soziale Arbeit in Münche...
» Weiterlesen

Unbekannter Täter raubt Handtasche

Laim: Am Montag, den 23.03.2020, gegen 21.20 Uhr, befand sich eine 44-jährige Münchnerin...
» Weiterlesen

Versuchtes Tötungsdelikt in Laim

Am Samstag, 21.03.2020 gegen 17:55 Uhr, besuchte ein 57-jähriger, der in München wohnha...
» Weiterlesen

OB Reiter: Das bedeutet die Ausrufung des Katastrophenfalls

Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie hat der Freistaat gestern für Bayern den Katastrophen...
» Weiterlesen

Weitere Drive-In-Station auf der Theresienwiese

Die Landeshauptstadt München hat in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bay...
» Weiterlesen

Fußgänger läuft auf Fahrbahn ohne auf den Fahrverkehr zu achten und wird von PKW erfasst, eine Person schwer verletzt

Laim: Am Samstag, 14.03.2020, gegen 00:35 Uhr, befand sich ein 23-jähriger Münchner auf ...
» Weiterlesen

Wohnungsbrand durch heißes Fett

Laim: Am Nachmittag des gestrigen Wahlsonntags ist es in der Willibaldstraße zu einem Bra...
» Weiterlesen

Sondernewsletter aus dem REX-Kino - alle Vorstellungen ab 17.03. abgesagt!

Hallo liebe Kino-Freunde im NEUEN REX 3D:

ab morgen, 17.3. müssen wir auf Anordnung de...
» Weiterlesen

Helfen in der Krise - Helferkurs im Live-Stream bei DeinNachbar e.V.

Die Corona-Krise spitzt sich zu. Als Risikogruppe gelten vor allem Senioren. Sozia...
» Weiterlesen
» Alle Lokalnachrichten zeigen

Lokalnachrichten als RSS-Newsfeed

RSS 2.0 Newsfeed

Newsletter

Einfach Email-Adresse eintragen und ABO klicken!

Login für registrierte Kunden



» Passwort vergessen?

Neukunden